Trump fordert «vollständige wirtschaftliche Isolation Irans»

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    US-Präsident Donald Trump hat bei den Vereinten Nationen zu einer «vollständigen wirtschaftlichen Isolation» des Irans aufgerufen.

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    Donald Trump fordert «vollständige wirtschaftliche Isolation Irans». (Archivbild) - keystone

    US-Präsident Donald Trump hat bei den Vereinten Nationen zu einer «vollständigen wirtschaftlichen Isolation» des Irans aufgerufen. Diese müsse so lange gelten, bis Teheran seine Angriffe auf die Handelsschifffahrt einstelle, seine nuklearen Ambitionen aufgebe und die Unterstützung terroristischer Gruppen beende, sagte Trump bei der UN-Generaldebatte in New York.

    Das iranische «Regime» verhalte sich «schlecht», sagte Trump weiter. Dies sei jedoch kein Zeichen von Stärke und Selbstvertrauen, sondern von «Schwäche und Verzweiflung».

    Eine vollständige wirtschaftliche Isolation des Irans dürfte allerdings vor allem am Widerstand Chinas und Russlands scheitern. Beide Staaten lehnen den westlichen Sanktionskurs gegen Teheran ab und haben auch im UN-Sicherheitsrat Massnahmen gegen den Iran blockiert.

    Iranische Raketen konnten Europa erreichen

    US-Präsident Donald Trump hat sich gerühmt, Europa vor iranischen Raketen bewahrt zu haben. Der Iran habe eine Rakete entwickelt, «die Europa erreichen konnte, und sie waren sehr stolz darauf», sagte Trump in seiner Rede bei der UN-Vollversammlung in New York. Er hoffe, die Europäer hätten erkannt, dass Irans Ziel darin bestanden habe, «seinen irrwitzigen Wettlauf zur Atombombe zu vollenden».

    «Wenn sie Erfolg gehabt hätten, wäre dieses verbrecherische Regime für immer in der Lage gewesen, Terror und Tod zu verbreiten», sagte Trump, der die Angriffe auf den Iran verteidigte. Bei der Operation «Midnight Hammer» im Juni 2025 habe das US-Militär Irans Atomprogramm vollständig zerstört.

    Angriff auf US-britischen Militärstützpunkt

    Im März dieses Jahres hatte der Iran zwei ballistische Raketen auf einen von Grossbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia im Indischen Ozean abgefeuert. Keines der beiden Geschosse traf die Militärbasis. Dennoch änderte der Angriff die Einschätzung über iranische Angriffskapazitäten.

    Der Stützpunkt liegt etwa 4.000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste. Diese Distanz lag bis dahin ausserhalb der offiziell bestätigten Reichweite des iranischen Raketenarsenals von 2.000 Kilometern.

    Trump feiert sich als Friedensstifter in Gaza

    US-Präsident Donald Trump hat sich vor der UN-Vollversammlung erneut als Friedensstifter im Gaza-Krieg gefeiert. Genau vor einem Jahr seien am Rande der damaligen UN-Generaldebatte die ersten Schritte dafür getan worden, sagte Trump in der Generaldebatte. «Das hat alles verändert. Einige Wochen später haben wir den Gaza-Krieg beendet und Tausende Leben gerettet.»

    Auch die restlichen von der islamistischen Hamas und Terroristen anderer extremistischer Organisationen während des Massakers am 7. Oktober 2023 aus Israel in den Gazastreifen verschleppten Geiseln hätten so grösstenteils lebendig zurückgeholt werden können. Trump bedankte sich beim UN-Sicherheitsrat und bei zahlreichen Ländern ausdrücklich für die Unterstützung.

    Der beispiellose Angriff mit rund 1.200 Toten in Israel im Oktober 2023 hatte den Gaza-Krieg ausgelöst. Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eigentlich eine Waffenruhe, es gibt aber immer wieder tödliche Angriffe.

    Die Spannungen sind weiter sehr hoch: Erst am Dienstag hatte der israelische Verteidigungsminister mit der Räumung der ganzen Stadt Gaza gedroht, sollte erneut ein israelischer Staatsbürger in das Palästinensergebiet entführt werden. Es gebe aktuell entsprechende Absichten und Geheimdienstinformationen dazu, sagte Israel Katz.

    Trump brüskiert kubanische Abordnung

    Die kubanischen Vertreter in der UN-Vollversammlung haben während US-Präsident Donald Trumps Kritik an der Nation ihre Plätze verlassen. «Es ist ein völlig gescheiterter Staat», sagte Trump im Verlauf seiner Rede. «Es (Kuba) scheitert so sehr wie nie zuvor.» Kurz darauf war im Livestream aus dem Saal zu sehen, wie die kubanische Abordnung aufstand und Richtung Ausgang ging.

    Trump sagte, Aussenminister Marco Rubio stecke tief in Verhandlungen mit Kuba. «Mal sehen, was passiert. Wir werden keinen Zufluchtsort für ausländische Gegner zulassen, von dem aus sie Amerika direkt vor unserer Haustür bedrohen können – unmittelbar vor unserer Haustür», sagte Trump. «Das kubanische Regime hat ausserdem jahrzehntelang mit linksgerichteten Radikalen und kommunistischen Netzwerken hier in den Vereinigten Staaten zusammengearbeitet.»

    Die US-Regierung hatte Kuba in den vergangenen Monaten mit einer Reihe von Sanktionen belegt. Dadurch haben sich die jahrelange Wirtschafts- und Energiekrise sowie die humanitäre Notlage in dem Karibikstaat dramatisch verschärft. Der Kommunismus werde niemals nach Amerika kommen, sagte Trump. «aber die Freiheit wird nach Kuba kommen».

    Trump drohte schon mit Übernahme

    Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela im Januar hatte Kuba seinen engsten Verbündeten und einen wichtigen Öllieferanten verloren. Zudem führte die Androhung der USA von Strafsanktionen dazu, dass andere Länder ihre Öllieferungen nach Kuba einstellten und sich ausländische Investoren von der Insel zurückzogen, darunter internationale Hotelketten. Der Tourismus, der eine der Haupteinnahmequellen der Insel darstellt, brach ein.

    Trump hatte zuvor mit einer Übernahme der nur rund 150 Kilometer von Florida entfernten Insel gedroht. Er forderte die sozialistische Regierung dazu auf, einen Deal abzuschliessen, bevor es zu spät sei – ohne zu sagen, worin genau die Vereinbarung bestehen sollte. Washington hat allerdings klargestellt, dass es einen wirtschaftlichen und politischen Richtungswechsel in Kuba sowie eine Distanzierung der kubanischen Regierung von Grossmächten wie China und Russland erwartet – im Namen der nationalen Sicherheit der USA.

    Trump droht Iran mit «Hölle» und kündigt Entscheidung an

    US-Präsident Donald Trump hat vor der UN-Vollversammlung in New York eine weitreichende Entscheidung im Iran-Krieg in Aussicht gestellt. Option eins sei ein Abkommen, das es dem Iran erlaube, zu grosser wirtschaftlicher Stärke zurückzufinden, sagte Trump. Der andere Weg sei die Vernichtung der Islamischen Republik, sodass sie nie wieder die Chance habe, Menschen zu töten oder Länder zu zerstören.

    Wähle der Iran den Krieg, lande das Land in der «Hölle, ohne Überlebenschance und ohne Hoffnung auf zukünftige Grösse oder nachfolgende Generationen», sagte Trump. Die Rüstungsindustrie fahre derzeit die Produktion hoch, so dass Munition im Überfluss vorhanden sein werde, behauptete Trump. Allerdings glaube er, dass Teheran nach den US-Kongresswahlen im November ein Abkommen abschliessen werde.

    Trump hat dem Iran bereits mehrfach mit Vernichtung gedroht, bisher brachte er die dortige Führung aber nicht zum Einlenken. Innenpolitisch steht Trump unter Druck, den Krieg zu beenden, von dem er anfangs gesagt hatte, er solle nur wenige Wochen dauern. Doch auch nach über einem halben Jahr ist eine diplomatische Lösung nicht in Sicht.

    Trump spricht erneut von baldiger Lösung im Ukraine-Krieg

    US-Präsident Donald Trump hat vor der UN-Vollversammlung abermals ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs in Aussicht gestellt. Die USA arbeiteten eng mit der Führung Russlands und der Ukraine zusammen, sagte er in New York. Man werde den Konflikt lösen – und zwar schneller als die Leute dächten, behauptete Trump. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine läuft seit Februar 2022 und frühere Ankündigungen Trumps, den Konflikt beenden zu können, blieben seither folgenlos.

    Zugleich deutete der US-Präsident an, dass er den Druck auf Russland verstärken könnte. Er verwies auf das jüngst verabschiedete US-Gesetz, das ihm Vollmachten gibt, neue Sanktionen gegen Russland zu verhängen. «Und wenn es nötig wird, werde ich sie verwenden müssen», sagte Trump vor den Vereinten Nationen. Seine Regierung hatte die Unterstützung der Ukraine im Vergleich zu Massnahmen unter seinem Vorgänger Joe Biden zurückgefahren.

    US-Präsident Trump mit vergleichsweise kurzer Rede bei UN

    US-Präsident Donald Trump hat sich bei seiner Rede vor der UN-Vollversammlung diesmal vergleichsweise kurz gefasst. Trumps Ansprache bei der Generaldebatte in New York war knapp 40 Minuten lang. Im vergangenen Jahr hatte der US-Präsident knapp eine Stunde, also fast 20 Minuten länger, gesprochen.

    Eigentlich sind alle Rednerinnen und Redner bei der UN-Generaldebatte angehalten, ihre Ansprachen auf nicht länger als 15 Minuten zu begrenzen. In der Praxis hält sich aber so gut wie niemand daran.

    Zur UN-Generaldebatte kommen jedes Jahr im September dutzende Staats- und Regierungschefs sowie Staatenvertreter zusammen – und halten unter anderem alle Ansprachen vor der UN-Vollversammlung. Die Generaldebatte gilt als wichtigste UN-Woche des Jahres.

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