Trump erzielt Gaza-Durchbruch – Was steckt dahinter?
Trump hat eine Vereinbarung zur vollständigen Entwaffnung der Hamas im Gazastreifen bekanntgegeben. Doch offizielle Bestätigungen fehlen noch.

US-Präsident Trump verkündete auf seiner Plattform Truth Social eine historische Vereinbarung zur Entwaffnung der Hamas. Sein Friedensrat habe diese Einigung mit der Terrororganisation erzielt, wie das «SRF» berichtet.
Im Gegenzug sollen sich die israelischen Streitkräfte aus dem Gazastreifen zurückziehen. Auch alle anderen bewaffneten Gruppen im Küstengebiet würden entwaffnet werden, schrieb Trump.
Laut «SRF»-Auslandredaktor Philipp Scholkmann sei die Einigung in Trumps 20-Punkte-Plan als Meilenstein vorgesehen. Die Verhandlungen darüber waren bislang wegen eben dieser Entwaffnungsfrage festgefahren.
Knackpunkt Entwaffnung
«Dass sich die Hamas jetzt schriftlich dazu verpflichtet, ihre Waffen abzugeben, ist auf dem Papier tatsächlich ein bedeutender Schritt.» So Scholkmann gemäss «SRF» – ob die Umsetzung gelingt, bleibe aber offen.
Die Hamas hatte laut dem «ORF» eine Waffenabgabe bisher grundsätzlich abgelehnt. Nun zeige sie sich bereit, ihre Waffen der palästinensischen Übergangsverwaltung zu übergeben.
Eine internationale Stabilisierungstruppe solle künftig gemeinsam mit einer neuen palästinensischen Polizei für Sicherheit sorgen. Für die Truppe liegen laut «ZDFheute» bereits Zusagen für mehr als 5000 Soldaten aus verschiedenen Ländern vor.
Trump dankt Vermittlerstaaten
Von israelischer Seite fehle jede offizielle Reaktion, wie der «ORF» festhält. Ein israelischer Regierungsvertreter hatte kurz vor Trumps Posting noch betont, der diskutierte 15-Punkte-Plan erfülle Israels Forderungen nicht ausreichend.
Trump dankte den Vermittlerstaaten Katar, Ägypten und der Türkei für ihre Rolle im Prozess. Auch einzelne Hamas-Vertreter hätten die Vereinbarung bestätigt.
Laut «SRF»-Redaktor Scholkmann bestehe ein grundlegender Widerspruch beim Ablauf: Trump schreibe, der israelische Rückzug erfolge erst nach der Entwaffnung. Hamas-Verhandler betonten hingegen, die Waffen würden nur abgegeben, wenn Israel sich gleichzeitig zurückziehe.
Humanitäre Lage weiter kritisch
Über einen konkreten Fahrplan solle erst in den kommenden Wochen verhandelt werden, so das «SRF».

Scholkmann hält es für denkbar, dass Trumps vermeintlicher Durchbruch schon beim Fahrplan wieder scheitert.
Internationale Hilfsorganisationen schlagen derweil weiterhin Alarm wegen der humanitären Lage. Viele der rund zwei Millionen Gaza-Einwohner leben laut «ORF» weiterhin in überfüllten Zeltlagern ohne grundlegende Güter.












