Trump droht mit 100 Prozent auf Generika
Trump hat neue Zölle auf importierte Generika angekündigt. Die Massnahme könnte auch Schweizer Pharmaunternehmen treffen.

US-Präsident Donald Trump hat neue Zölle auf importierte Generika angekündigt. Pharmaunternehmen sollen ihre Produktion künftig in die USA verlagern, wie «SRF» berichtet.
Nach Angaben von «Reuters» sollen importierte Generika zunächst bis August 2028 zollfrei bleiben. Danach wäre ein Zoll von 100 Prozent für ein Jahr vorgesehen, anschliessend 200 Prozent.

Das Zeitfenster soll Herstellern laut «Reuters» zwei Jahre geben, um Produktion in die USA zu verlagern. Für Markenmedikamente gelten die bisherigen Regeln vorerst weiter.
Sandoz hält sich nach Trumps Ankündigung bedeckt
Die Zollankündigung löste laut «Onvista» Kursverluste bei mehreren Generikaherstellern aus. Sandoz verlor rund drei Prozent und erklärte, für eine Folgenabschätzung fehlten noch konkrete Details.
Sandoz will mit US-Entscheidungsträgern weiter über bezahlbare und zugängliche Arzneimittel beraten. Für Aussagen zu Folgen für Produktion und Investitionen sei es laut Konzern noch zu früh.

Experten warnen laut «CBS News», dass höhere Importzölle Arzneimittel verteuern und die Versorgung belasten könnten. Zudem sei ungewiss, ob Hersteller ihre Produktion tatsächlich kurzfristig in die USA verlagern werden.
Trumps Zollpolitik trifft Schweizer Pharma
Trump will die vergleichsweise hohen Medikamentenpreise in den USA senken, wie «SRF» berichtet. Er wirft Herstellern vor, durch günstigere Produktion im Ausland den Wettbewerb zulasten amerikanischer Unternehmen zu verzerren.
Gleichzeitig zählt die pharmazeutische Forschung in den USA zu den besonders kostenintensiven Bereichen. Für Schweizer Pharmaunternehmen sind die USA der wichtigste Absatzmarkt.
Für Schweizer Pharmazeutika wurde im April 2026 ein zusätzlicher Zollsatz von höchstens 15 Prozent angekündigt. Der Bund bezeichnete die Zusatzzölle als weitere Belastung für die exportierende Schweizer Pharmaindustrie.
















