Trump droht Frankreich mit 200-Prozent-Zöllen

Keystone-SDA
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Bern,

Wegen der zögerlichen Haltung Frankreichs, dem «Friedensrat» für den Gazastreifen beizutreten, hat US-Präsident Donald Trump mit Zöllen von 200 Prozent auf Wein und Champagner gedroht. Der Friedensplan sieht vor, dass das Gremium unter anderem eine Übergangsregierung für das zerstörte Küstengebiet beaufsichtigt. Frankreich bestätigte am Montag den Erhalt einer Einladung. Aus dem Umfeld des Élysée-Palasts hiess es, man prüfe gemeinsam mit Partnern den vorgeschlagenen Rechtsrahmen, beabsichtige derzeit jedoch nicht, das Angebot anzunehmen.

ARCHIV - US-Präsident Donald Trump und Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich. Foto: Michael Kappeler/dpa
ARCHIV - US-Präsident Donald Trump und Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich. Foto: Michael Kappeler/dpa - Keystone/dpa/Michael Kappeler

Auf die Frage eines Journalisten in Miami, wie er die Haltung von Präsident Emmanuel Macron bewerte, sagte Trump: «Nun, niemand will ihn, weil er sehr bald aus dem Amt scheiden wird.» Sollte Frankreich dem Gremium nicht beitreten, werde er Strafzölle verhängen, sagte Trump. Dann werde Macron schon beitreten – «aber er muss nicht».

Frankreich wählt im Frühjahr 2027 einen neuen Präsidenten. Amtsinhaber Macron darf nicht erneut kandidieren, da die Verfassung nur zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten erlaubt; er ist seit 2017 im Amt.

Trumps Zollpolitik ist in den USA rechtlich umstritten. Zölle, die er unter Berufung auf ein Notstandsgesetz von 1977 gegen Dutzende Handelspartner verhängte, werden vor dem Obersten Gericht der USA verhandelt. Die Frage ist, ob Trump seine Kompetenz überschritten hat. Dabei geht es auch um Zölle auf EU-Produkte. Eine Entscheidung des Supreme Court steht noch aus.

Kommentare

User #3949 (nicht angemeldet)

Ist doch gar nicht so ein riesen Problem, denn dann wikelt man halt die Lieferungen über ein benachbartes EU Land ab, welches nicht davon betroffen ist. Das ist ja eine der schönen Sachen der EU. Zudem hat Frankreich bereits damit begonnen Amerikanische Produkte zu reduzieren, zum Bsp. sind ab nächstem Monat diverse amerikanische Tabackproduckte aus den Regalen verbannt und nicht mehr erhältlich. Amerika bracht die EU als Wirtschaftspartner mindesttens so viel, wie umgekehrt!

User #1097 (nicht angemeldet)

Ja und? Dann werden französischer Wein und Champagner in den USA eben sehr teuer, diejenigen die sich das leisten können werden das auch zahlen, die hunderttausenden Obdachlosen kaufen sowieso nur den billigen US Fusel.

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