Trump droht dem US-Verbündeten Oman mit Angriff
US-Präsident Trump droht dem Verbündeten Oman mit militärischen Konsequenzen — wegen Gesprächen über die Kontrolle der Strasse von Hormus.

US-Präsident Donald Trump hat dem Sultanat Oman mit einem Militärschlag gedroht, wie der «Focus» berichtet.
Der Auslöser war die Frage nach einer gemeinsamen Kontrolle der Strasse von Hormus.
Oman soll Gespräche mit dem Iran über ein Gebührensystem für die Meerenge geführt haben. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg, wie «T-Online» festhält.
Trump: «Oman wird sich verhalten wie alle anderen»
Bei einer Kabinettssitzung im Weissen Haus äusserte sich Trump unmissverständlich zur Frage einer Vereinbarung. «Nein, die Meerenge wird für alle offen sein», sagte er laut der «Stuttgarter Zeitung».
Weiter erklärte Trump: «Das sind internationale Gewässer, und Oman wird sich verhalten wie alle anderen, oder wir müssen sie in die Luft jagen.» Das US-Aussenministerium veröffentlichte die Aussage anschliessend als Video auf der Plattform X, so «T-Online».
Journalisten rätseln derweil, ob Trump tatsächlich Oman gemeint oder sich versprochen hatte. Das Weisse Haus antwortete laut der «Stuttgarter Zeitung» zunächst nicht auf entsprechende Rückfragen der Nachrichtenagentur AFP.
Verwechslung mit Venezuela
Bei derselben Pressekonferenz sprach Trump offenbar irrtümlich von Venezuela statt vom Iran.
Er sagte, Venezuela habe «keine Marine mehr, keine Luftwaffe mehr». Eine Formulierung, die er laut «T-Online» wiederholt für den Iran verwendet hatte.
Das US-Aussenministerium veröffentlichte Trumps Oman-Aussagen später ohne Korrektur oder Klarstellung, wie die «Stuttgarter Zeitung» berichtet.
Oman als langjähriger Verbündeter
Oman gilt als enger Verbündeter der USA. Das Land hat im Hintergrund zwischen Washington und Teheran vermittelt, wie der «Focus» festhält.

Der Golfstaat liegt am Eingang der Strasse von Hormus und grenzt an Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Durch die Meerenge fliesst normalerweise rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls, so «T-Online». Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar ist der Schiffsverkehr dort weitgehend zum Erliegen gekommen.












