«Nightborn»: Wenn das erste Baby zum Horrortrip wird

Keystone-SDA
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USA,

Sein erstes Kind zu bekommen, ist für die frischgebackenen, noch unerfahrenen Eltern oft eine grosse Herausforderung. Doch es ist sicher nicht ganz so schlimm wie im Horrorfilm «Nightborn»: mit einem Baby, das statt Muttermilch und Babynahrung auf Blut steht und eine merkwürdige Verbindung zur Natur hat, die seiner Mutter die Nerven raubt. Klingt durchgeknallt? Ist es auch.

Baby
Ein Baby klammert sich an den Finger seiner Mutter. - keystone

In dem Film, der im Februar auf der Berlinale seine Premiere feierte, ist Rupert Grint – bekannt als Ron Weasley aus den «Harry Potter»-Filmen – als Jon zu sehen, der mit seiner finnischen Frau Saga (Seidi Haarla) in ihrer Heimat aufs Land zieht. Die beiden wollen dort eine Familie gründen, und zeugen ihr gewünschtes Kind kurzerhand im Wald. Ihr Sohn kommt gesund zur Welt – doch Saga merkt schnell, dass mit ihrem Neugeborenen irgendetwas nicht stimmt. Schliesslich wachsen dem Säugling schon aussergewöhnlich viele Haare, und das nicht nur am Kopf, sondern auch am Rücken.

Jon, tagsüber für die Arbeit unterwegs, findet jedoch, dass seine Frau überreagiert. Und während ihr Sohn immer unheimlicher wird und nicht nur Milch, sondern auch immer mehr Blut aus seiner Mutter saugt, verliert Saga selbst zunehmend den Verstand – schliesslich muss sie das Kind ständig Freunden und Verwandten präsentieren, obwohl sie es selbst fast wie ein Monster sieht. Auch die Beziehung mit ihrem Mann leidet stark darunter, und dann sind da noch unheimliche Geräusche aus dem Wald und ein Baum, der plötzlich in das Haus hineinwächst.

«Nightborn» ist ein überdrehter Fantasy-Horrorfilm, aber mit ernsten Leitthemen: nämlich die Belastungen des Elternwerdens und die schwierige Zeit, die Mütter nach der Geburt durchmachen müssen. Zu ernst nimmt sich der Film trotzdem nicht, denn gerade durch den von Grint verkörperten Vater kommt auch etwas Humor in die sonst immer dunkler werdende Geschichte – etwa, als er vergeblich versucht, seinen blutdurstigen Sohn mit Babynahrung zu füttern.

Wirklich gruselig wird der Film nur bedingt. Zum Beispiel durch das Baby, dessen Gesicht man lange nicht zu sehen bekommt, Szenen mit viel Blut oder den Schlussakt, der besonders brutal wird – grosse Schreimomente bleiben jedoch aus. Gerade für Horrorfans dürfte sich «Nightborn» trotzdem lohnen: Einen kurzweiligen, humorvollen und auch durchdachten Film bekommt man schliesslich trotzdem geboten.

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