Südafrikanischer Oppositionspolitiker zu fünf Jahren Haft verurteilt
Der Vorsitzende der südafrikanischen Oppositionspartei Economic Freedom Fighters (EFF) ist wegen eines Verstosses gegen das Waffengesetz zu fünf Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt worden.

Julius Malema (45) werde die Haftstrafe sofort antreten, sagte Richterin Twanet Olivier im Amtsgericht der südöstlichen Stadt East London. Malemas Anwalt kündigte an, Berufung einzulegen.
Malema hatte 2018 bei einer Feier seiner Partei mit scharfer Munition mehrfach in die Luft geschossen. Einen Waffenschein für das halbautomatische Gewehr hatte er nicht. Der Parteichef, in den als Jungpolitiker grosse Hoffnungen gesetzt wurden, war bereits im Oktober schuldig gesprochen worden. Die Urteilsverkündung stand seither aus.
Die Richterin erklärte, das Gericht sei zu dem Schluss gekommen, Malema habe die Waffe weder aus Impulsivität noch Wut, sondern geplant abgefeuert. Dabei habe er Anwesende bewusst in Gefahr gebracht. Die Verteidigung hatte die Schüsse als «lediglich Salutschüsse» bezeichnet.
Malema trat im zarten Alter von neun Jahren der Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress (ANC) bei, die sich damals in den letzten Zügen des Kampfes gegen das rassistische Apartheid-Regime befand. Nachdem Nelson Mandela 1994 als erster schwarzer Präsident Südafrikas die Regierung übernommen hatte, stieg Malema schnell in den Parteirängen auf.
2012 wurde er jedoch aufgrund von Streitigkeiten vom ANC ausgeschlossen. Ein Jahr später gründete Malema die EFF, die sich als radikale, linke und antikapitalistische Bewegung positioniert.
Gegen Malema gibt es seit Jahren zahlreiche Vorwürfe, die von Geldwäsche, Betrug und Korruption bis hin zu Veruntreuung von Parteigeldern und Hassrede reichen. Zudem steht Malema aufgrund seines luxuriösen Lebensstils, der einen starken Gegensatz zu seiner politischen Rhetorik bildet, in der Kritik.














