Ein Bericht der UN zeigt, dass die Klimaschutzbemühungen der Weltgemeinschaft für das Einhalten des 1,5-Grad-Ziel versiebenfacht werden müssen.
UNO: Staaten müssen Klimaschutzbemühungen für 1,5-Grad-Ziel versiebenfachen
UNO: Staaten müssen Klimaschutzbemühungen für 1,5-Grad-Ziel versiebenfachen - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Die aktuellen Klimaschutzbemühungen sind ungenügend.
  • So werde das 1,5-Grad-Ziel der Weltgemeinschaft nicht erreicht, wie die UN berichtet.

Die Weltgemeinschaft muss laut einem UN-Bericht ihre Klimaschutzbemühungen zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels versiebenfachen. Aktuelle Klima-Pläne reduzieren Treibhausgas-Ausstoss bis 2030 nur um 7,5 Prozent.

Mit den derzeitigen nationalen Klimaschutz-Plänen lasse sich der Treibhausgas-Ausstoss bis 2030 nur um 7,5 Prozent reduzieren. Dies heisst es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des UN-Umweltprogramms (Unep). Um die Erderwärmung wie vereinbart auf möglichst 1,5 Grad zu begrenzen, sei jedoch eine Verringerung um 55 Prozent notwendig.

Nur acht Jahre Zeit

Selbst für das 2-Grad-Ziel wäre demnach eine Reduktion um 30 Prozent erforderlich. «Um eine Chance zu haben, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, haben wir acht Jahre Zeit, um die Treibhausgas-Emissionen fast zu halbieren.» Dies erklärte Unep-Exekutivdirektorin Inger Andersen.

Der Bericht ermittelt die Lücke zwischen den zu erwartenden Emissionen und denen, die für eine Erreichung der Klimaziele notwendig sind. Die internationale Gemeinschaft hatte sich 2015 in Paris darauf verständigt, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Möglichst sollen aber nur 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erreicht werden.

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