Brasilien verspricht Erhalt des Amazonasgebiets

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    Zwischen August 2019 und Juli 2020 wurden im Amazonasgebiet rund drei Fussballfelder Regenwald pro Minute abgeholzt. Brasiliens Regierung will die illegale Abholzung bis 2027 oder 2028 beenden.

    Eine verbrannte und abgeholzte Fläche in einem Amazonas-Gebiet. Foto: Fernando Souza/ZUMA/dpa
    Eine verbrannte und abgeholzte Fläche in einem Amazonas-Gebiet. Foto: Fernando Souza/ZUMA/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Kurz vor dem Start der UN-Klimakonferenz COP26 hat Brasiliens international unter Druck geratene Regierung Massnahmen zum Erhalt des Amazonasgebiets versprochen.

    Die brasilianische Delegation wird Vizepräsident Hamilton Mourão zufolge bei der COP ankündigen, die illegale Abholzung des Amazonas-Regenwalds bis 2027 oder 2028 zu beenden. Präsident Jair Bolsonaro hatte im April beim Klimagipfel von US-Präsident Joe Biden noch 2030 als Ziel genannt. «Ein ehrgeizigeres Ziel wäre bei der internationalen Gemeinschaft meiner Meinung nach sehr willkommen», sagte Mourão bei einer Pressekonferenz.

    Nach Angaben des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (Inpe), das Satellitendaten auswertet, legte die Abholzung des Regenwalds im brasilianischen Amazonasgebiet bis zum Vorjahr weiter zu. So wurden zwischen August 2019 und Juli 2020 laut Inpe 11.088 Quadratkilometer Amazonaswald abgeholzt. Das entspricht rund 4340 Fussballfeldern pro Tag oder 3 Fussballfeldern pro Minute - und bedeutet im Vergleich zum vorherigen Zeitraum einen Anstieg um 9,5 Prozent. Die abgeholzte Fläche war die grösste seit 2008.

    Brasilien, wo in weiten Teilen in den vergangenen Monaten Wassermangel und Trockenheit geherrscht hat, wird eine Schlüsselrolle beim Klimaschutz zugeschrieben. Der Anteil des südamerikanischen Landes am Amazonasgebiet, das als wichtiger Speicher des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 gilt, entspricht flächenmässig der Grösse Westeuropas. Der rechte Präsident Bolsonaro sieht das Amazonasgebiet vor allem als ungenutztes wirtschaftliches Potenzial. 

    Die COP beginnt am Sonntag im schottischen Glasgow. Dabei soll besprochen werden, wie das 2015 in Paris formulierte Ziel, die Erderwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen, erreicht werden kann.

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