Premier von Samoa entschuldigt sich für Hitlergruss
Nach dem Bekanntwerden eines Hitlergruss-Videos aus dem Jahr 2007 hat Samoas Regierungschef Laaulialemalietoa Leuatea Schmidt die Öffentlichkeit um Verzeihung gebeten.

Das Wichtigste in Kürze
- In einem Video aus dem Jahr 2007 zeigt der Premierminister von Samoa den Hitlergruss.
- Zudem sagte er die Worte «Heil Hitler», wofür er sich nun entschuldigt.
- Er tat dies in einer Stellungnahme, die er auf Facebook veröffentlichte.
Der Premierminister des Pazifikstaats Samoa Laaulialemalietoa Leuatea Schmidt entschuldige sich dafür, die Worte «Heil Hitler» sowie die mit dem deutschen Nationalsozialismus verbundene Grussgeste genutzt zu haben, hiess es in einer auf Facebook veröffentlichten Stellungnahme.
🚨🇼🇸 NEW: Historic footage has emerged showing Samoa’s Prime Minister performing a Nazi salute and saying “Heil Hitler” at a family reunion in 2007
— Politics Global (@PolitlcsGlobal) October 4, 2026
Schmidt was serving as an MP and Deputy Speaker at the time
[@samoaobserver] pic.twitter.com/o39O9FRcZQ
«Was auch immer der Kontext oder die Absicht bei jenem Treffen vor zwanzig Jahren war, erkenne ich an, dass diese Worte und die Geste unangemessen waren und imstande, Kränkungen sowie Verletzungen zu verursachen», erklärte er und ergänzte: «Ich lehne Nationalsozialismus, Antisemitismus, Rassismus und jegliche Form von politischem Extremismus ab.»
Über die Aufnahme von einer Privatveranstaltung im Jahr 2007 hatte der «Samoa Observer» berichtet. Samoa war von 1900 bis 1914 deutsche Kolonie und wurde anschliessend lange von Neuseeland verwaltet. 1962 erlangte der Pazifikstaat seine Unabhängigkeit.
Laut der Zeitung, die lediglich ein Standbild veröffentlichte, zeigt das sieben Sekunden lange Video den damaligen stellvertretenden Parlamentspräsidenten, wie er zunächst «Hipp, hipp» in ein Mikrofon ruft, was die Anwesenden mit «Hurra» quittieren.
«Hebt eure rechte Hand, Heil Hitler!»
Anschliessend weist er an: «Hebt eure rechte Hand, Heil Hitler!» Das Standbild zeigt ihn und Umstehende mit gestrecktem rechten Arm.
Im Bericht des «Samoa Observer» bezeichnen mehrere Historiker den Inhalt des Videos als «verstörend» und «besorgniserregend».
Laaulialemalietoa – oft auch kurz Laauli genannt – ist seit September 2025 Samoas Premierminister.
Der 60-Jährige verwies darauf, dass sich der Vorfall im Rahmen einer privaten Familien-Zusammenkunft ereignet habe und «nicht für die Öffentlichkeit bestimmt» gewesen sei.
Er respektiere, dass Personen in öffentlichen Ämtern zuhören und Verantwortung übernehmen sollten – «da, wo Kritik gerechtfertigt ist». Er betrachte die Angelegenheit damit als erledigt.

















