Flydubai: Co-Pilot wollte sich offenbar an «Gaza rächen»
Zum vereitelten Flydubai-Flug-Absturz sickern immer mehr Details durch. Der omanische Co-Pilot hat sich offenbar an «Gaza rächen» wollen.

Das Wichtigste in Kürze
- Zum Flydubai-Drama am Mittwoch kommen immer mehr Details ans Licht.
- Offenbar wollte sich der Co-Pilot mit der Tat an «Gaza rächen» wollen.
- In der Vernehmung erklärte er zudem, «als Märtyrer sterben» zu wollen.
Am Mittwoch entging ein Flydubai-Flug nur knapp einer grossen Katastrophe: Auf dem Flug 1073 soll Co-Pilot Hamam al-Hammami den Piloten Smit Machchhar angegriffen haben. Offenbar mit dem Ziel, die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen.
Trotz schwerer Verletzungen gelang es Machchhar nach eigenen Angaben, die Cockpit-Tür zu öffnen. Daraufhin überwältigten Passagiere den Angreifer.

Inzwischen werden immer mehr Details zu dem Vorfall bekannt. Wie der israelische Sender «Channel 12» bereits berichtete, soll al-Hammami geplant haben, das Flugzeug auf dem Flughafen von Tel Aviv abstürzen zu lassen. Dies habe der Co-Pilot während eines Verhörs ausgesagt.
Pilot wollte «als Märtyrer sterben»
Nach Angaben des israelischen Senders erklärte der 29-Jährige bei seiner Vernehmung durch die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten zudem, er habe mit der Tat «Gaza rächen» und «als Märtyrer sterben» wollen.
Unterdessen prüfen die israelischen Behörden, ob Al-Hammami die mutmassliche Tat alleine geplant und ausgeführt hat oder ob weitere Personen oder eine extremistische Organisation daran beteiligt gewesen sein könnten. Auch der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet ist in die Ermittlungen eingebunden.
Al-Hammami war als Islamist bekannt. Laut «CNN», das sich auf israelische Quellen beruft, habe er wahrscheinlich alleine gehandelt. US-Medien zufolge war er zuvor wegen Sicherheitsbedenken aus seinem früheren Job bei einer Fluggesellschaft im Oman entlassen worden.
Saudi-Arabien hat den Mann mittlerweile an die Vereinigten Arabischen Emirate ausgeliefert, wo er aktuell verhört wird. Zudem führen Israel und Saudi-Arabien eigene Untersuchungen zu dem Vorfall.
















