Spektakuläre Flucht: Chinesischer Aktivist in Südkorea will Asyl

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    Südkorea,

    Der nach Südkorea geflohene chinesische Regierungskritiker Dong Guangping steht vor einer ungewissen Zukunft.

    Südkorea Flagge
    Die Flagge Südkoreas weht in Seoul. (Symbolbild) - keystone

    Zwar wurde nun ein Antrag auf Untersuchungshaft wegen illegaler Einreise vom örtlichen Bezirksrichter abgewiesen, wie Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Dennoch ist bislang unklar, ob der chinesische Staatsbürger in Freiheit entlassen wird.

    Laut Yonhap berät die südkoreanische Küstenwache derzeit, wo sie den 68-Jährigen vorübergehend unterbringt. Möglich wäre, dass er zunächst in eine Haftanstalt für Ausländer eingewiesen wird.

    Zu Beginn der Woche ist dem Demokratieaktivisten eine spektakuläre Flucht gelungen. Nach einer laut Medienberichten 30-stündigen Überfahrt auf einem motorisierten Schlauchboot wurde Dong am Montagabend von örtlichen Fischern vor der südkoreanischen Westküste entdeckt. Daraufhin nahm ihn die Küstenwache in Gewahrsam, um die Umstände seiner Einreise zu überprüfen.

    Dong hat laut Yonhap bereits den Wunsch geäussert, Asyl in Kanada zu beantragen, wo seine Tochter und Ehefrau leben. Zudem hatte das südkoreanische Justizministerium erklärt, einen Antrag auf Flüchtlingsstatus prüfen zu wollen, sollte Dong diesen beantragen.

    Laut Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Dong in seinem Heimatland China als Polizist gedient. Nachdem er 1999 zum 10. Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Demokratieproteste vom Pekinger Tiananmen-Platz eine öffentliche Petition unterschrieben hatte, wurde er aus dem Dienst entlassen. In den folgenden Jahren haben ihn die chinesischen Behörden mehrfach wegen politischem Aktivismus verhaftet.

    Bereits seit 2015 hatte Dong mehrfach versucht, aus China auszureisen, doch wurde er bislang immer wieder zurück in sein Heimatland abgeschoben – zuletzt im Jahr 2022 aus Vietnam. Die Behörden der Volksrepublik China hatten ihn offenbar mit einer Ausreisesperre belegt.

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    Kommentare

    User #4990 (nicht angemeldet)

    Mal ein echter Flüchtling und wurde immer wieder abgeschoben🥲

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