Die Grünen und die FDP planen mit der SPD eine Sondierung. Die drei Parteien wollen ein Regierungsbündnis in Deutschland stellen.
Olaf Scholz
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sieht für seine Partei einen «sichtbaren Auftrag» zur Regierungsbildung. Foto: Wolfgang Kumm/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die deutsche Regierung muss sich nach den Bundestagswahlen neu organisieren.
  • Die erste Sondierung wollen die Grünen und die FDP mit der SPD angehen.
  • Der Kanzlerkandidat Olaf Scholz zeigt sich erfreut über diese Pläne.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich erfreut gezeigt über die geplante gemeinsame Sondierung mit der FDP und den Grünen. Die Bürgerinnen und Bürger hätten der SPD einen Auftrag gegeben, dass eine Regierung zustande komme, sagte Scholz am Mittwoch. «Es ist jetzt an uns, das auch umzusetzen.» Es gehe um den Fortschritt Deutschlands.

In Angriff genommen werden müssten die wirtschaftliche und industrielle Modernisierung und der verstärkte Kampf gegen den Klimawandel. «Das ist das, was wir nun miteinander bereden werden», sagte Scholz. «Und morgen geht's dann los.»

Ampel- oder Jamaika-Koalition möglich

Die SPD war bei der Parlamentswahl am 26. September mit 25,7 Prozent der Stimmen stärkste Partei geworden, die Union aus CDU und CSU rutschte auf 24,1 Prozent ab. Die Grünen erreichten 14,8 Prozent, die FPD 11,5 Prozent.

Diese beiden kleineren Parteien gelten derzeit als ausschlaggebend für die Bildung einer neuen Regierung. Eine erneute grosse Koalition aus SPD und Union gilt als äusserst unwahrscheinlich.

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans sagte: «Die beiden möglichen Partner haben eine gute Entscheidung getroffen.» FDP und Grüne hatten am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie gemeinsam mit der SPD über ein mögliches Ampel-Bündnis sprechen wollen. Gespräche zur Bildung einer sogenannten Jamaika-Koalition sollen aber weiterhin eine Option bleiben.

SPD-Co-Chefin Saskia Esken zeigte sich zuversichtlich, dass es gelingen werde, eine Gesellschaft des Respekts zu formen. Das Schlagwort vom «Respekt» hatten Scholz und die SPD ins Zentrum ihres Wahlkampfs gestellt.

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