Slowakei und USA rücken bei Atomenergie zusammen

Die USA und die Slowakei wollen bei der zivilen Nutzung der Atomenergie enger kooperieren, um das EU- und Nato-Land weniger abhängig von russischer Energie zu machen. Das kündigten der slowakische Premier Robert Fico und US-Aussenminister Marco Rubio in Bratislava an. Am 16. Januar hatte der Linksnationalist Fico dazu in Washington eine Vereinbarung mit den USA unterzeichnet. Im kommenden Jahr sollen laufende Gespräche mit der US-Firma Westinghouse über den Bau eines fünften Atomreaktors in der Slowakei in eine konkrete Vertragsunterzeichnung münden, informierten Fico und Rubio.

US-Außenminister Marco Rubio, links, schüttelt dem slowakischen Premierminister Robert Fico nach einer gemeinsamen Pressekonferenz die Hand. Foto: Alex Brandon/Pool AP/AP/dpa
US-Außenminister Marco Rubio, links, schüttelt dem slowakischen Premierminister Robert Fico nach einer gemeinsamen Pressekonferenz die Hand. Foto: Alex Brandon/Pool AP/AP/dpa - Keystone/Pool AP/Alex Brandon

Neben wirtschaftlichen Themen ging es auch um das gemeinsame Bekenntnis zur militärischen Stärkung der Nato. Die Slowakei sei bereit, dazu durch weitere Aufrüstung wie den schon laufenden Ankauf von amerikanischen F-16-Kampfflugzeugen beizutragen, versicherten Rubios slowakische Gesprächspartner.

Rubio war am Sonntag von der Münchner Sicherheitskonferenz kommend in Bratislava eingetroffen. Er wurde zunächst am Flughafen von Aussenminister Juraj Blanar empfangen und traf sich anschliessend auch mit dem slowakischen Präsidenten Peter Pellegrini. Für den Abend ist Rubios Weiterreise nach Ungarn geplant.

Fico gilt ähnlich wie Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban als Sympathisant von US-Präsident Donald Trump. Im Unterschied zu Orban hat Fico jedoch eine Teilnahme an Trumps sogenanntem «Friedensrat» mit der Begründung abgelehnt, es solle keine Parallelstruktur zur UNO entstehen. Auch hatte Fico die US-Intervention in Venezuela deutlich kritisiert.

Kommentare

User #5986 (nicht angemeldet)

Der soll machen was er für richtig hält. Sein Land spielt so oder so keine Rolle. Wie man sich darüber aufregen kann verstehe ich nicht.

User #4170 (nicht angemeldet)

Über diesen Deal wird man wohl im Kreml nicht besonders zufrieden sein. Hehehe. LOL.

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