Wegen des Ukraine-Kriegs braucht die Ukraine gemäss Selenskyj rund 7 Milliarden US-Dollar monatlich, um die wirtschaftlichen Verluste auszugleichen.
Ukraine Krieg Selenskyj
Wolodymyr Selenskyj spricht am 21. April 2022 an einer Pressekonferenz in Kiew. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Selenskyj meldete sich per Video zu der internationalen Geberkonferenz der Weltbank.
  • Sein Land werde «Hunderte Milliarden Dollar brauchen, um später wieder alles aufzubauen».

Wegen des russischen Angriffskriegs braucht die Ukraine nach Einschätzung von Präsident Wolodymyr Selenskyj monatlich rund sieben Milliarden US-Dollar (rund 6,67 Milliarden Franken), um ihre wirtschaftlichen Verluste auszugleichen. Zudem werde die Ukraine «Hunderte Milliarden Dollar brauchen, um später wieder alles aufzubauen», sagte Selenskyj am Donnerstag per Videoschalte bei einer internationalen Geberkonferenz der Weltbank in Washington.

Die russischen Streitkräfte zerstörten in der Ukraine Infrastruktur, Schulen, Universitäten, Krankenhäuser und zahllose Häuser und Wohnungen, sagte er weiter. «Russische Artillerie, russische Raketen, russische Bombardements unterscheiden nicht, wen sie töten und welche Gebäude sie bombardieren oder in Flammen aufgehen lassen», sagte Selenskyj einer englischen Simultanübersetzung zufolge weiter.

Premierminister Denys Schmyhal sagte bei dem Treffen in Washington, die Ukraine brauche mit Blick auf die kommenden Monate jeweils rund vier bis fünf Milliarden US-Dollar externe Unterstützung. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgiewa, lobte die Regierung in Kiew, trotz des Kriegs durch umsichtiges Handeln noch für relative makroökonomische Stabilität zu sorgen.

Der IWF gehe davon aus, dass die Ukraine in den kommenden zwei bis drei Monaten Hilfen von jeweils rund fünf Milliarden Dollar brauchen werden, um das Funktionieren von Regierung und wichtiger staatlicher Institutionen zu gewährleisten, sagte sie. Dies sollten direkte Hilfen sein und keine Kredite, mahnte Georgiewa. Mehr Schulden anzuhäufen, sei aktuell «nicht weise», weil es dann später zu einer Restrukturierung der Schulden kommen müsse, mahnte sie.

Mehr zum Thema:

Regierung Weltbank Dollar IWF