G20

Selenskyj fordert Ausschluss Russlands aus G20

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Russland,

«Russland gehört nicht in die G20», sagte Wolodymyr Selenskyj heute Samstag bei seiner abendlichen Videoansprache.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Foto: Michael Kappeler/dpa
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Foto: Michael Kappeler/dpa - sda - Keystone/dpa/Michael Kappeler

Das Wichtigste in Kürze

  • Wolodymyr Selenskyj fordert den Ausschluss Russlands aus der G20.
  • Grund ist die Moskaus Aufkündigung des Abkommens über Getreideexporte.

Wegen der neuen Blockade von Getreideexporten durch Moskau hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen Ausschluss Russlands aus der G20 gefordert. Selenskyj reagierte damit am Samstagabend auf die russische Entscheidung, die Vereinbarung zu den Getreideausfuhren über ukrainische Schwarzmeerhäfen auszusetzen.

«Algerien, Ägypten, Jemen, Bangladesch, Vietnam – diese und andere Länder könnten unter einer weiteren Verschärfung der Nahrungsmittelkrise leiden, die Russland bewusst provoziert», sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.

«Warum kann eine Handvoll Personen irgendwo im Kreml entscheiden, ob es Essen auf den Tischen der Menschen in Ägypten oder in Bangladesch geben wird?»

Nötig sei eine starke Reaktion der Vereinten Nationen, aber auch der Gruppe wichtiger Industrie- und Schwellenländer (G20). «Russland gehört nicht in die G20», sagte Selenskyj. Schon seit September verzögere Russland die gemeinsam mit den UN, der Türkei und der Ukraine durchgeführten Kontrollen von Schiffen vor Durchfahrt durch den Bosporus. Dort steckten 176 Schiffen mit etwa zwei Millionen Tonnen Getreide im Stau.

Russland begründete den Ausstieg aus der Vereinbarung mit Drohnenangriffen auf Schiffe der Schwarzmeerflotte in Sewastopol vom Samstagmorgen, für die es die Ukraine verantwortlich machte. Moskau sprach von einem Terrorakt. Der nächste G20-Gipfel findet Mitte November auf der Insel Bali in Indonesien statt. Ob der russische Präsident Wladimir Putin daran teilnimmt, ist nach Kremlangaben noch nicht entschieden.

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