Schweizer Kardinal Tscherrig in Rom gestorben
Der Walliser Kardinal Emil Paul Tscherrig ist tot. Der langjährige Vatikan-Diplomat starb im Alter von 79 Jahren, wie ein Vatikan-Sprecher am Dienstag bestätigte. Im vergangenen Jahr nahm der aus dem Oberwallis stammende Kardinal an der Wahl von Papst Leo XIV. teil.

Das berichtete das katholische Medienzentrum kath.ch am Dienstag unter Berufung auf das Kardinalskollegium. Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) bestätigte den Tod des Wallisers.
Sie habe «mit tiefer Trauer vom plötzlichen Tod von Kardinal Emil Paul Tscherrig erfahren», teilte die SBK mit und sprach dessen Angehörigen, der Diözese Sitten und «allen, die seinen Dienst mit ihm geteilt haben», ihr Beileid aus.
Bis 2024 stand Tscherrig im diplomatischen Dienst des Vatikans, zuletzt war er der erste Nichtitaliener als Papst-Botschafter in Italien und San Marino, wie es weiter hiess. Tscherrig lebte seit seiner Pensionierung 2024 in Rom.
2023 hatte Papst Franziskus (2013-2025) den Schweizer zum Kardinal erhoben. Neben Kurienkardinal Kurt Koch war er der einzige Schweizer Papstwähler. Nach seinem Tod zählt das Kardinalskollegium noch 242 Männer, 118 von ihnen sind unter 80 Jahre alt und dürften aktuell einen neuen Papst wählen.
Tscherrig wurde als ältestes von acht Kindern einer Bergbauernfamilie in Unterems VS geboren. Er besuchte die Primarschule in Unterems und ab 1961 das Kollegium in Brig. Nach der Matur studierte er Philosophie und Katholische Theologie am Priesterseminar in Sitten und an der Universität Freiburg.
Das Bistum Sitten weihte ihn 1974 zum Priester. Anschliessend studierte er Kirchenrecht an der Päpstlichen Universität Gregoriana und trat 1978 in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein.






