Regierung

    Schulprotest: Frankreichs Regierung geht auf Forderungen ein

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Frankreich,

    Nach den wochenlangen Schulprotesten verspricht Frankreichs Regierung mehr Geld, mehr Posten und ein Ende des umstrittenen Hochschulzulassungssystems. Die Plattform Parcoursup solle im Herbst 2028 ersetzt werden. Bis es so weit ist, solle das Zulassungssystem aber bereits transparenter werden und Absagen mit einer Begründung versehen werden, sagte Hochschulminister Philippe Baptiste. Die Regierung geht damit einen deutlichen Schritt auf die seit Wochen protestierenden Gymnasiasten und Studierenden zu.

    ARCHIV - Ein Schüler hält ein Schild mit der Aufschrift «Wir wollen unterstützt und nicht überlastet werden» während einer Demonstration gegen unterfinanzierte Schulen vor einer ...
    ARCHIV - Ein Schüler hält ein Schild mit der Aufschrift «Wir wollen unterstützt und nicht überlastet werden» während einer Demonstration gegen unterfinanzierte Schulen vor einer ... - Keystone/AP/Laurent Cipriani

    Für die Instandsetzung von Gymnasien will der Staat zudem bis 2030 vier Milliarden Euro an Krediten mit vergünstigtem Zinssatz für die Kommunen locker machen – für Universitäten soll eine Milliarde Euro bis 2029 für Renovierungen dazukommen. Hunderte Stellen von Lehrkräften sollen zudem geschaffen und geplante Streichungen zurückgenommen werden, gab Bildungsminister Édouard Geffray bekannt. Vertreter der Protestierenden lobten zwar die Ankündigungen, riefen aber dazu auf, den Protest weiterzutragen.

    Schulprotest hält seit Wochen an – Demonstrationen eskalierten

    Bereits seit Wochen demonstrieren Gymnasiastinnen und Gymnasiasten in Frankreich für mehr Geld im Bildungsbereich. Sie beklagen marode Schulen und Lehrkräftemangel. Studierende schlossen sich dem Protest an. Immer wieder kam es am Rande friedlicher Demonstrationen zu Ausschreitungen und zahlreichen Festnahmen.

    Mitte Oktober eskalierten Proteste für bessere Lernbedingungen und gegen hohe Lebenskosten dann in mehreren französischen Städten. Neben Schülern und Studierenden hatten sich weitere Bevölkerungsgruppen dem Protest angeschlossen. Es kam zu Brandstiftung, Gewalt und Plünderungen. Präsident Emmanuel Macron mahnte in Marseille an, dass auch der kommende Samstag eine Gefahr berge. Demonstrationszügen sollten fernab der Stadtzentren stattfinden.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #2568 (nicht angemeldet)

    Sämtliche Schäden die verursacht von den Linksextremisten müssen zuerst bezahlt werden. Dann gibt es erst neue Schulhäuser und mehr Lehrer. Diese jungen Leute müssen endlich lernen Verantwortung zu übernehmen.

    User #4271 (nicht angemeldet)

    Eine Schülerin meinte, sie macht sich Sorgen dass sie keine Rente kriegt.

    Weiterlesen

    Migros
    557 Interaktionen
    Kunden dürfen jubeln

    MEHR IN POLITIK

    MEHR REGIERUNG

    israel
    27 Interaktionen
    Kurz vor Wahlen
    2 Interaktionen
    Glarus

    MEHR AUS FRANKREICH

    E5
    4 Interaktionen
    Paris
    Nizza Demo
    17 Interaktionen
    Paris
    innenminister
    4 Interaktionen
    Paris
    50 Interaktionen
    Orléans