Wiedergeburt

    Le Pen beschwört in Wahlkampfrede «Wiedergeburt» Frankreichs

    Keystone-SDA
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    Frankreich,

    In der ersten grossen Rede ihrer Präsidentschaftswahlkampagne hat die rechtspopulistische Politikerin Marine Le Pen für einen politischen Neuanfang Frankreichs plädiert. Unter dem Motto der «Wiedergeburt» («Renaissance») für Frankreich sprach sie sich unter anderem gegen Einwanderung, die französische Städte «überschwemmt», für die Bekämpfung krimineller Organisationen und nationale Souveränität aus.

    dpatopbilder - Marine Le Pen, Präsidentschaftskandidatin der rechtsnationalen Partei Rassemblement National (RN), winkt ihren Anhängern zu, bevor sie auf dem 19. Parteitag eine Rede h...
    dpatopbilder - Marine Le Pen, Präsidentschaftskandidatin der rechtsnationalen Partei Rassemblement National (RN), winkt ihren Anhängern zu, bevor sie auf dem 19. Parteitag eine Rede h... - Keystone/AP/Teresa Suarez

    Sie wolle Frankreich seine «Macht, seine Grösse und seine Ausstrahlung» zurückgeben, so wie es am Ende des Mittelalters der Fall gewesen sei, sagte Le Pen bei der Wahlkampfveranstaltung ihrer Partei Rassemblement National (RN) in Orléans. Dabei schlage sie keine Rückkehr in die Vergangenheit, sondern den Beginn einer neuen Ära vor. Rund 8.500 Menschen waren nach Angaben der Organisatoren anwesend.

    Kritik an Macron

    Nach zehn Jahren unter Amtsinhaber Emmanuel Macron kämen Begriffe wie Ruinen, Niedergang und Unruhen in den Sinn, sagte die 58-Jährige. Sie wolle «den Rechtsstaat wiederherstellen» und Kinder und Familien schützen. Ausländische Straftäter sollten automatisch und konsequent abgeschoben werden. Mit Blick auf mehr Kaufkraft für die Menschen wolle sie Energiesteuern senken. In der Rentenpolitik forderte sie, dass junge Menschen früher anfangen zu arbeiten.

    Le Pen betonte zudem, dass sie Soziales nicht gegen Wirtschaft, Rechte nicht gegen Linke ausspielen wolle. Sie griff dazu nach ihren Angaben auf ein Sprichwort zurück: «Ich bin weder der rechte Flügel noch der linke Flügel. Ich bin der Vogel.»

    Die RN-Politikerin kandidiert zum vierten Mal für das Präsidentenamt und befindet sich diesmal in einer Favoritenrolle. Die Wahlen finden im kommenden Frühjahr statt. Le Pen betonte ausserdem, sie werde am nächsten Tag den Vorsitz der RN-Fraktion in der Nationalversammlung niederlegen, um zu unterstreichen, dass sie nicht als Vertreterin einer Partei antrete.

    Unruhen im Publikum bei Rede von Bardella

    Die Veranstaltung wurde von Protesten begleitet. 3.000 Sicherheitskräfte waren laut Präfektur im Einsatz, am Samstag demonstrierten demnach rund 13.000 Menschen. Während der Rede von Le Pens Schützling Jordan Bardella, der aus ihrer Sicht Premierminister werden soll, gab es Unruhen im Publikum. Auf der Plattform X bekannte sich dazu der französische Verband jüdischer Studierender. Bardella sieht sich derzeit nach Medienrecherchen mit schweren Antisemitismusvorwürfen konfrontiert.

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    Kommentare

    User #1280 (nicht angemeldet)

    Hoffentlich, hoffentlich kommt Marie ans Ruder! Sie wird mit harter Hand mit dem unerträglichen Chaos aufräumen!

    User #5078 (nicht angemeldet)

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