Schottlands Regierungschef fordert Starmer-Rücktritt
Der Druck auf den britischen Premier Keir Starmer in der Affäre um die Ernennung des Epstein-Vertrauten Peter Mandelson zum US-Botschafter wächst weiter. Nach neuen Enthüllungen hat Schottlands Regierungschef John Swinney laut der Nachrichtenagentur PA Starmers Rücktritt verlangt. Nur wenige Wochen vor wichtigen Regional- und Kommunalwahlen in Grossbritannien hatten bereits am Freitag mehrere führende Politiker Starmers Rückzug gefordert.

Zuvor war herausgekommen, dass Mandelson den Botschafter-Posten erhalten hatte, obwohl er durch die Sicherheitsüberprüfung gefallen war. Demnach überstimmte das Aussenministerium die Empfehlung der Sicherheitsbehörden. Starmer hatte erklärt, er sei darüber nicht im Bilde gewesen: Es sei «erschütternd», dass man ihn nicht informiert habe. Swinney wetterte dagegen: Es sei Starmers «Inkompetenz», die «erschütternd» sei.
Die Affäre um Ex-Botschafter Mandelson setzt Starmer seit Monaten zu. Neue Veröffentlichungen von Dokumenten aus dem Missbrauchsskandal um den verstorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein hatten gezeigt, dass Mandelson weitaus enger mit dem Sexualstraftäter verbandelt war als zunächst bekannt.














