Schah-Sohn fordert US-Militäreinsatz für Irans Freiheit
Der Sohn des verstorbenen iranischen Schahs, Reza Pahlavi, hat einen US-Militärschlag gegen die islamischen Machthaber im Iran gefordert, um deren Sturz zu erzwingen.

«Ein solcher Schlag gegen den Unterdrückungsapparat wäre keine äussere Intervention, sondern ein humanitäres Einschreiten», sagte der 65-jährige Pahlavi in einem «Spiegel»-Interview. US-Präsident Donald Trump habe nach Pahlavis Ansicht die Chance, «Geschichte zu schreiben», indem er dem iranischen Volk zur Freiheit verhilft.
Diese Forderung wolle er auch bei der Münchner Sicherheitskonferenz ansprechen. «Die Freiheitsbewegung in Iran braucht Unterstützung – politisch, wirtschaftlich, notfalls militärisch», sagte Pahlavi. Im vergangenen Jahr war er von den Veranstaltern in München noch ausgeladen worden.
Die Proteste Ende Dezember und Anfang Januar bezeichnete er als «Revolution». Die Regierung sei stark geschwächt und habe dem Volk nichts mehr zu bieten. Deshalb sei jetzt der Moment für einen gezielten Schlag gegen die Revolutionswächter und Sicherheitskräfte des Landes, die Tausende Menschen auf dem Gewissen hätten. «Es gibt kein Zurück», so der selbst ernannte Oppositionsführer.
Er selbst wolle in den Iran zurückkehren, um den Umsturz vor Ort anzuführen. Anschliessend plane er ein Referendum, in dem die Iraner entscheiden sollen, ob sie künftig eine konstitutionelle Monarchie oder eine Republik wollen. Die zerstrittene Opposition wolle er mit den vier Prinzipien Gleichheit, Säkularismus, Demokratie und Freiheitsrechte einen. Für die «Dämonen» in der politischen Führung des Landes, darunter auch der oberste Führer Ali Chamenei, sollten seinen Vorstellungen nach Prozesse nach dem Modell der Nürnberger Prozesse gegen die NS-Führung nach dem Zweiten Weltkrieg stattfinden.
Bei den Unruhen Ende Dezember und Anfang Januar im Iran forderten viele Demonstranten die Rückkehr der Monarchie, die nach der islamischen Revolution 1979 gestürzt wurde. Mit Parolen wie «Lang lebe der König» und «Das ist der letzte Kampf, Pahlavi wird zurückkehren» machten sie deutlich, wen sie sich nach einem möglichen Sturz der islamischen Republik als Übergangslösung wünschen. Doch Pahlavi hat wegen der undemokratischen Vergangenheit seines Vaters auch viele Kritiker im Land.
Pahlavi hatte bereits nach der Frauenbewegung 2022 versucht, die Rolle des Oppositionsführers einzunehmen. Doch ausser verbaler Unterstützung konnte er wenig bewirken, weshalb seine Bedeutung schnell verblasste. Auch jetzt erklärte er seine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und die fortdauernde «nationale und legitime Revolution» zum Erfolg zu führen.










