Republikaner

    Republikaner distanzieren sich von Trump-Vorstoss zu Verschiebung von Wahlen

    AFP
    AFP

    USA,

    Der Vorstoss von US-Präsident Donald Trump für eine mögliche Verschiebung der Präsidentschaftswahl ist auch im eigenen Lager auf breite Ablehnung gestossen.

    wahlen USA
    Wähler in den USA geben ihre Stimme ab. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Oppositionelle Demokraten werfen Präsidenten Ablenkungsmanöver vor.

    Der Mehrheitsführer von Trumps Republikanern im Senat, Mitch McConnell, sagte am Donnerstag, die Wahl werde wie geplant am 3. November stattfinden. «In der Geschichte des Landes, in Kriegen, Wirtschaftskrisen und dem Bürgerkrieg, haben wir noch nie eine auf Bundesebene angesetzte Wahl nicht zum geplanten Zeitpunkt abgehalten.»

    «Wir werden einen Weg finden, das auch am 3. November zu machen», sagte McConnell, ein wichtiger Verbündeter Trumps im US-Kongress. Mit Blick auf mögliche Schwierigkeiten wegen der Coronavirus-Krise fügte er hinzu: «Wir werden mit jeder möglichen Situation umgehen.»

    Der konservative Senator Marco Rubio distanzierte sich ebenfalls von Trump. «Ich wünschte, er hätte das nicht gesagt», sagte Rubio. Der Wahltermin werde aber nicht verändert: «Wir werden im November eine Wahl abhalten und es wird eine Wahl sein, in welche die Menschen Vertrauen haben.»

    Trump hatte zuvor erklärt, wegen der Zunahme von Briefwahlen inmitten der Coronavirus-Krise drohten die für November angesetzten Wahlen die «fehlerhaftesten und betrügerischsten» in der US-Geschichte zu werden. «Es wird eine grosse Peinlichkeit für die USA», fügte der Republikaner hinzu und fragte: «Die Wahl verschieben, bis die Menschen richtig und in Sicherheit wählen können?»

    Die oppositionellen Demokraten reagierten mit scharfer Kritik auf den Vorstoss des Präsidenten, der in Umfragen hinter seinem Herausforderer Joe Biden liegt. «Trumps Drohung ist nichts als ein verzweifelter Versuch, von den heutigen verheerenden Wirtschaftszahlen abzulenken», erklärte die Partei mit Blick auf neue Konjunkturzahlen zum zweiten Quartal.

    «Trump kann so viel twittern wie er will, aber die Wahrheit ist: Er kann die Wahl nicht verschieben, und im November werden ihn die Wähler für sein Versagen zur Rechenschaft ziehen.» Oppositionsführerin Nancy Pelosi twitterte lediglich den Verfassungsartikel, der festhält, dass der US-Kongress den Wahltermin festlegt.

    Trump hatte Briefwahlen in den vergangenen Monaten wiederholt als besonders betrugsanfällig kritisiert, obwohl Experten das Risiko als sehr gering einstufen. Kritiker werfen dem Präsidenten vor, damit die Glaubwürdigkeit des Wahlprozesses gezielt untergraben zu wollen, um den Wahlausgang im Falle einer Niederlage in Zweifel ziehen zu können.

    Kommentare

    Weiterlesen

    KI
    24 Interaktionen
    Gefahr
    Campingfeuer Bella Italia
    12 Interaktionen
    «Fire!»

    MEHR IN POLITIK

    Glarus/Braunwald
    2 Interaktionen
    Bern
    ukraine merz Selenskyj
    7 Interaktionen
    «Tempo»

    MEHR REPUBLIKANER

    6 Interaktionen
    Washington
    a
    24 Interaktionen
    «Verbrechen»
    Mitch McConnell
    2 Interaktionen
    Nach 3 Monaten Pause
    10 Interaktionen
    Dallas

    MEHR AUS USA

    1 Interaktionen
    Austin
    iPhone Duo
    Unterschiede
    11 Interaktionen
    Washington
    Xi Jinping
    12 Interaktionen
    Bei Trump-Besuch