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    Regierung fördert Kurzurlaub für arme Familien

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    Deutschland,

    Die Bundesregierung fördert kurze Urlaube von armen Familien, damit sich diese von den Strapazen der Corona-Zeit erholen können.

    Kind in Berliner Grundschule
    Kind in Berliner Grundschule - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • «Corona-Auszeit» ermöglicht einwöchige Reise in gemeinnützige Einrichtung.

    Ab sofort können die Aufenthalte gebucht werden, wie das Bundesfamilienministerium am Donnerstag mitteilte. Bei der «Corona-Auszeit» können Familien demnach eine Woche Urlaub in einer gemeinnützigen Familienferienstätte oder Jugendherberge machen. Sie müssen dabei lediglich rund zehn Prozent der regulär anfallenden Kosten für Unterkunft und Verpflegung zahlen.

    «Nach den enormen Anstrengungen durch die Pandemie sehnen sich viele Familien danach, endlich wieder rauszukommen, abzuschalten und Kraft zu tanken», erklärte Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) zum Start des Programms. «Nicht jede Familie kann sich einen Urlaub leisten, aber alle sollen sich erholen können.»

    Gebucht werden können Aufenthalte, die ab Oktober beginnen. Weitere Informationen und einen Überblick über alle teilnehmenden Einrichtungen gibt es auf der Internetseite des Ministeriums unter bmfsfj.de/corona-auszeit. Fragen werden an der kostenlosen Hotline 0800-8661159 beantwortet.

    Förderberechtigt sind Familien mit besonders niedrigem Einkommen. Das Ministerium arbeitet den Angaben zufolge an einem eigenen Online-Rechner, um die Anspruchsberechtigung zu prüfen, und verweist in der Zwischenzeit auf die Internetseite bag-familienerholung.de/einkommensrechner. Es werden auch Urlaubsaufenthalte von Familien gefördert, bei denen mindestens ein Mitglied eine Behinderung hat.

    Die «Corona-Auszeit» gehört zum sogenannten Aufholprogramm der Bundesregierung. Dabei stehen zwei Milliarden Euro zur Verfügung, um Schülerinnen und Schüler beim Aufholen von Lerndefiziten zu unterstützen und zusätzliche Freizeitangebote zu finanzieren. Für die «Corona-Auszeit» ist ein Budget von 50 Millionen Euro vorgesehen.

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