Rassistisch motivierter Attentäter von Charleston geht gegen Todesurteil vor

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USA,

Der Attentäter von Charleston, der 2015 in einer US-Kirche neun Schwarze getötet hat, geht gegen seine Verurteilung zum Tode vor.

Foto von Dylann Roof von 2015
Foto von Dylann Roof von 2015 - CHARLESTON COUNTY SHERIFF/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Anwälte: Gericht berücksichtigte Geisteszustand von Dylann Roof nicht.

Im Prozess gegen den zum Tatzeitpunkt 22 Jahre alten Dylann Roof sei dessen Geisteszustand nicht berücksichtigt worden, argumentierten seine Anwälte in ihrem bei Gericht eingereichten Berufungsantrag. Der Angeklagte habe sich selbst verteidigen dürfen, obwohl bei ihm Schizophrenie, Autismus, Angstzustände und Depressionen diagnostiziert worden seien.

Der rassistisch motivierte Attentäter hatte demnach eine Verteidigung damals abgelehnt, damit seine psychologischen Störungen nicht ans Licht kommen. Er habe sich zudem gegen die Anhörung von Zeugen ausgesprochen, weil er davon ausgegangen sei, dass «weisse Nationalisten ihn nach einem Rassenkrieg aus dem Gefängnis befreien würden», hiess es in dem Berufungsantrag.

Seine Anwälte warfen dem Gericht darüber hinaus vor, auf eine Anhörung von Experten verzichtet zu haben, um den Prozess rasch vorantreiben zu können. Die Staatsanwaltschaft habe ihn als «berechnenden Killer ohne Anzeichen einer Geisteskrankheit» dargestellt.

Roof hatte sich am 17. Juni 2015 in einer Kirche in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina unter die Teilnehmer einer Bibelstunde gemischt und den Pastor und acht Gemeindemitglieder getötet. Er wurde von einem Bundesgericht in 33 Anklagepunkten schuldig gesprochen und im Januar 2017 zum Tode verurteilt.

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