Putin und Xi feiern 25 Jahre Freundschaft in Peking
Kurz nach Trumps Abflug aus Peking empfängt Xi Jinping Putin. Der zweitägige Gipfel zeigt Chinas Ambitionen als globaler Diplomatieknoten.

Kaum hatte US-Präsident Donald Trump China verlassen, reiste Kremlchef Wladimir Putin am 19. Mai nach Peking. Der Besuch dauert zwei Tage und fällt mit dem 25. Jahrestag des Freundschaftsvertrags beider Länder zusammen, wie der «ORF» berichtet.
Aus dem Kreml hiess es im Vorfeld, man pflege mit den chinesischen «Freunden» eine «besonders privilegierte und strategische Partnerschaft».
Chinas Staatschef Xi hatte seinerseits erklärt, die bilaterale Zusammenarbeit habe sich «kontinuierlich vertieft und gefestigt», berichtet der «ORF».
Neben Xi trifft Putin auch Regierungschef Li
Xi und Putin trafen sich zuletzt im September 2025 persönlich in Peking, wie die «Weltwoche» festhält. Es war der Rand einer Militärparade zum 80. Jahrestag des Zweiten Weltkriegs.
Das Parteiorgan «Global Times» schrieb laut «ORF», Peking habe sich «rasant zum Dreh- und Angelpunkt der globalen Diplomatie entwickelt». Im Gegensatz zum Trump-Besuch sind nach den Gesprächen eine gemeinsame Abschlusserklärung und mehrere Vereinbarungen geplant.
Nach den Beratungen soll Putin auch mit Chinas Premier Li Qiang zusammentreffen, der für wirtschaftliche Fragen zuständig ist. Wirtschaftsfragen dürften dabei eine zentrale Rolle spielen, so das «Handelsblatt».
Energie und wachsende Abhängigkeit
Russland ist durch westliche Sanktionen zunehmend auf China angewiesen, wie das «Handelsblatt» analysiert.
Denn China ist der weltweit grösste Abnehmer russischer fossiler Brennstoffe und Russlands wichtigster Handelspartner, wie das «ORF» berichtet.
Laut «ORF» fliessen jährlich rund 38 Milliarden Kubikmeter Erdgas durch die Pipeline «Power of Siberia 1» nach China. Putin will den Bau der «Power of Siberia 2» vorantreiben, um den Wegfall der Exportmengen nach Europa weiter auszugleichen.
Drohne trifft chinesisches Frachtschiff
Einen Tag vor dem Gipfel wurde laut «ORF» ein chinesisches Frachtschiff im Schwarzen Meer von einer russischen Drohne getroffen.

Das Schiff «KSL Deyang» konnte laut ukrainischer Marine seine Fahrt vor der Hafenstadt Odessa unbeschadet fortsetzen.
Das Verhältnis zwischen Moskau und Peking ist laut «Handelsblatt» durch eine wachsende Asymmetrie geprägt. China ist für Russland der deutlich wichtigere Partner als umgekehrt.












