Präsident Aoun: Niemand verhandelt für den Libanon

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    Libanon,

    Libanons Präsident Joseph Aoun hat ausländische Hilfe zur Beendigung des Krieges zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah begrüsst.

    ARCHIV - Der libanesischen Staatspräsidenten Joseph Aoun spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Markus Lenhardt/dpa
    ARCHIV - Der libanesischen Staatspräsidenten Joseph Aoun spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Markus Lenhardt/dpa - Keystone/dpa/Markus Lenhardt

    Zugleich wies er jedoch jede Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes zurück. «Wir sind ein souveräner Staat, und niemand verhandelt in unserem Namen», zitierte das Präsidentschaftsbüro Aoun in einem Post auf X.

    Schutz könne nur der Staat gewährleisten, nicht die Religionsgemeinschaften. Meinungsverschiedenheiten seien zulässig, Spaltung zwischen den Libanesen angesichts der aktuellen Lage jedoch nicht, so Aoun. Der Libanon ist ein multikonfessioneller Staat. Die Hisbollah gilt vor allem für die schiitische Bevölkerung als eine Art Schutzmacht.

    Die libanesische Regierung ist keine Konfliktpartei im aktuellen Krieg zwischen Israel und der Hisbollah. Sie bemüht sich um Deeskalation und will zugleich den iranischen Einfluss im Land zurückdrängen. Im Rahmen der Gespräche zwischen den USA und dem Iran wurde sich zuletzt auf einen Deeskalationsmechanismus verständigt. Dieser soll die Kämpfe im Libanon beenden.

    Die libanesische Regierung spricht seit einigen Wochen auch mit der israelischen Regierung direkt. Von diesem Dienstag an findet eine erneute Gesprächsrunde in der US-Hauptstadt Washington statt. Dabei will Libanons Regierung eine vom Iran unabhängige Waffenruhe für das Land festigen.

    Die Hisbollah ist an den Gesprächen nicht beteiligt und lehnt diese ab. Sie wirft der Regierung vor, lediglich US-Vorgaben umzusetzen und nach Anweisungen der USA zu handeln. Dadurch würde die Souveränität des Libanons gefährdet. Das Ziel der Gespräche sei «Unterwerfung und Kapitulation».

    Kommentare

    User #5916 (nicht angemeldet)

    Wenn der Libanon wirklich ein souveräner Staat wäre, besäße er selbst die volle Kontrolle über seine innere und äußere Sicherheit. Tatsache ist jedoch, dass das Land gefühlt alle 20 Jahre massiven Schaden erleidet, weil anti-israelische Terrorgruppen den Libanon als Basis nutzen, um gegen Israel vorzugehen. ​Der Westen hat den Libanon durch massive Finanzhilfen und Spenden bereits zum x-ten Mal wieder aufgebaut. Wir müssen uns wohl darauf einstellen, dass wir diesem Staat auch in Zukunft dauerhaft Entwicklungshilfe zur Verfügung stellen müssen, solange sich nichts ändert. Und ändern oder wirklich neu ausrichten wird sich der Libanon nie.

    User #4317 (nicht angemeldet)

    Aoun würde besser Hilfe zur Bekämpfung der Hisbollah anfordern! Dann wäre nämlich endlich Schicht im Schacht.

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