Nigerianische Armee: 360 Entführte aus Händen von Islamisten befreit
Soldaten im westafrikanischen Nigeria haben Militärangaben zufolge 360 Zivilisten befreit, die von der dschihadistischen Miliz Boko Haram entführt worden waren. Die Entführungsopfer, zu denen auch Kinder gehören, seien aus einem abgelegenen Versteck im Mandara-Gebirge im nordöstlichen Bundesstaat Borno gerettet worden, sagte Militärsprecher Haruna Sani. Der Befreiungsaktion sei wochenlange Geheimdienstarbeit vorausgegangen, so Sani.

Unter den Entführten befänden sich Minderjährige, Frauen und Männer. Zwei Kleinkinder hätten die harschen Bedingungen der Gefangenschaft laut Sani nicht überlebt. Der Grossteil der geretteten Menschen sei demnach Anfang Mai entführt worden. Einige Kämpfer der Miliz hätten in umliegende Wälder flüchten können, andere hätten sich ergeben, sagte der Militärsprecher.
Im Nordosten Nigerias kämpft Boko Haram seit mehr als 20 Jahren gegen den Staat. Immer wieder kommt es zu Verschleppungen, besonders von Minderjährigen. Der bekannteste Fall ist die Entführung von 276 Schülerinnen durch Boko Haram im April 2014 in Chibok. Dutzende der verschleppten Mädchen werden bis heute vermisst.














