Baume-Schneider erklärt Rückgabe von nigerianischen Kulturgütern

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    Nigeria,

    Drei Schweizer Museen haben in Anwesenheit von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider in der nigerianischen Hafenstadt Lagos 18 sogenannte Benin-Bronzen an Nigeria zurückgegeben. Zudem hat Baume-Schneider eine bilaterale Kulturgütervereinbarung unterschrieben.

    Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider erklärt bei ihrem Besuch in Lagos die Rückgabe von Kulturgütern an Nigeria.
    Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider erklärt bei ihrem Besuch in Lagos die Rückgabe von Kulturgütern an Nigeria. - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

    Frau Bundesrätin Baume-Schneider, in Ihrer offiziellen Rede haben Sie gesagt, das sei nicht das Ende eines Prozesses, sondern der Beginn einer engen Partnerschaft auf dem Gebiet des kulturellen Erbes. Was meinen Sie damit?

    Baume-Schneider: Wir wollen unsere Expertise teilen, beispielsweise bei der Konservierung oder Digitalisierung von Filmen. Zudem wollen wir gerade mit Nigeria vor dem Hintergrund des Kolonialismus ganz praktisch fortfahren, indem wir weitere Projekte unterstützen. Das geht in zwei Richtungen: Wir stellen unsere Expertise zur Verfügung und gewinnen dabei auch sehr viel, etwa im Verhältnis zu internationalen Museen.

    Dass die Rückgabe von grosser Bedeutung für die Menschen in Nigeria ist, liegt auf der Hand. Aber welche Bedeutung sehen Sie darin für die Menschen in der Schweiz?

    Baume-Schneider: Die Schweizer Bevölkerung weiss, dass es sich bei diesen Objekten nicht nur um Kunstwerke in einer Sammlung handelt, sondern sie eine spirituelle Dimension haben und von historischer Bedeutung für Nigeria sind. Es ist nicht korrekt, wenn sie in unseren Museen stehen.

    Welche Art der Diskussion über koloniales Erbe wünschen Sie sich in der Schweiz?

    Baume-Schneider: Mit der Kulturbotschaft hat der Bundesrat einen ersten Schritt gemacht. Doch wir sind noch am Anfang. Dabei sind wir nicht in einer Situation, in der wir uns entschuldigen müssten. Das wird von Nigeria auch nicht erwartet. Die Museen haben selber erkannt, dass sie handeln müssen. Wir können auf ihr Engagement und ihre Expertise zählen. Die Politik soll den Prozess begleiten. Es schätzt niemand in der Schweiz, wenn in unseren Museen problematische Objekte im Sinn von Raubkunst ausgestellt sind. Aber gerade das Beispiel der Benin-Bronzen zeigt, dass von beiden Seiten Geduld, gegenseitiges Zuhören und Vertrauen gefordert ist. Dann ist das Resultat gegenseitiger Respekt.

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    Kommentare

    User #4513 (nicht angemeldet)

    Gibt sie die Mafia auch zurück?

    User #1685 (nicht angemeldet)

    Sie kann es persönlich bringen... und gleich bleiben 😜

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    touris
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