NATO

    NATO-Gipfel: Rubio fordert 5-Prozent-Ziel für Verteidigung

    Gerrit Fredrich
    Gerrit Fredrich

    Belgien,

    Beim NATO-Gipfel in Brüssel plädiert US-Aussenminister Marco Rubio für eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf 5 Prozent des BIP.

    NATO Gipfel
    Beim NATO-Gipfel in Brüssel plädiert US-Aussenminister Marco Rubio für eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf 5 Prozent des BIP. - keystone

    US-Aussenminister Marco Rubio fordert eine drastische Erhöhung der Verteidigungsausgaben aller NATO-Mitglieder. Er schlug vor, das Ziel von derzeit 2 Prozent auf 5 Prozent des BIP anzuheben, wie «Foreign Policy» berichtet.

    Soll Europa mehr Geld für die Verteidigung ausgeben?

    Rubio argumentierte, dass Europa mehr Verantwortung für seine eigene Sicherheit übernehmen müsse. Die USA könnten nicht länger die Hauptlast der NATO-Finanzierung tragen, so «Euronews».

    Reaktionen aus Europa: Skepsis und Widerstand

    Die Forderung stiess bei europäischen Staaten auf gemischte Reaktionen. Länder wie Deutschland und Italien lehnten das 5-Prozent-Ziel als unrealistisch ab, wie «BBC» berichtet.

    Bundeskanzler Olaf Scholz betonte, dass ein solches Ziel nur durch massive Steuererhöhungen oder Kürzungen in anderen Bereichen erreichbar wäre. Auch kleinere Länder wie Belgien und Portugal äusserten Bedenken.

    NATO Gipfel
    US-Aussenminister Marco Rubio fordert eine drastische Erhöhung der Verteidigungsausgaben aller NATO-Mitglieder. - keystone

    Die Forderung nach höheren Verteidigungsausgaben kommt vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine. Russland wird weiterhin als grösste Bedrohung für die europäische Sicherheit angesehen, so «Tagesschau».

    NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärte, dass selbst das aktuelle 2-Prozent-Ziel nicht ausreiche, um die Allianz langfristig zu sichern. Er sprach sich für ein Minimum von 3,7 Prozent aus.

    Finanzielle Herausforderungen für die Mitgliedsstaaten

    Ein Anstieg auf 5 Prozent würde enorme Kosten mit sich bringen. Laut «Foreign Policy» würde dies zusätzliche 156 Milliarden Dollar (133 Milliarden Franken) jährlich für die Allianz bedeuten.

    Viele europäische Länder kämpfen jedoch bereits mit hohen Staatsverschuldungen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Das macht eine Umsetzung schwierig.

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    Kommentare

    User #6193 (nicht angemeldet)

    Wie wärs mit weniger Geld an den Komiker schenken? Dann ist das Ziel schon erreicht.

    User #4793 (nicht angemeldet)

    Einer Umfrage von 20 Minuten zufolge bergrüssen auch viele Schweizer Steuererhöhungen, inklusive Annäherung an die von US-Trump geführte NATO.

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