Nahe Russland: Drohnen stürzen in Estland und Lettland ab

Keystone-SDA
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Bern,

In Estland und Lettland sind aus Russland in den Luftraum eingeflogene Drohnen abgestürzt.

ARCHIV - Ein Grenzpfeiler mit der Aufschrift «Republik Lettland» steht beim Besuch des lettischen Staatspräsidenten Rinkevics an der lettischen Grenze zu Russland. Foto: Alexander We...
ARCHIV - Ein Grenzpfeiler mit der Aufschrift «Republik Lettland» steht beim Besuch des lettischen Staatspräsidenten Rinkevics an der lettischen Grenze zu Russland. Foto: Alexander We... - Keystone/dpa/Alexander Welscher

Die Vorfälle im Osten der beiden EU- und Nato-Mitgliedstaaten nahe der Grenze zu Russland würden untersucht, teilten die Behörden in Tallinn und Riga mit. Es handelt sich um jeweils eine Drohne. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind wiederholt Drohnen in den Luftraum der an Russland grenzenden baltischen Staaten eingedrungen.

Militär und Einsatzkräfte seien an den Absturzstellen vor Ort, um Trümmerteile einzusammeln und zu untersuchen. Für die Bevölkerung und öffentliche Sicherheit bestehe keine Gefahr, hiess es in den Mitteilungen. Ob es sich um russische oder ukrainische Drohnen handelte, sei noch unklar und werde ermittelt.

In Estland traf die Drohne einen Schornstein des Kraftwerks Auvere im Kreis Ida-Virumaa. Bei dem Vorfall um 3.43 Uhr (Ortszeit) wurde nach Angaben der estnischen Sicherheitspolizei niemand verletzt, auch die Strominfrastruktur blieb unbeschädigt. Nach aktuellem Kenntnisstand sei die Drohne nicht auf Estland oder das Kraftwerk gerichtet gewesen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Die Regierung berief wegen des Vorfalls eine Sondersitzung des Kabinetts ein.

In Lettland sagte ein Militärsprecher im Fernsehen, dass um 2.19 Uhr (Ortszeit) ein unbekanntes Flugobjekt per Radar erfasst worden sei, das sich der lettischen Grenze näherte und diese überflog. Rund 20 Minuten später sei die Drohne in Nähe des Dorfes Dobricina in der Gemeinde Kraslava von selbst explodiert – ohne dass eine alarmierte Einheit der Luftwaffe eingegriffen hätte.

Zuvor sei gegen 0.50 Uhr (Ortszeit) bereits ein Objekt von belarussischer Seite in den lettischen Luftraum eingedrungen, habe eine leichte Kurve geflogen und sei in den russischen Luftraum weitergeflogen. Der Sprecher ging davon aus, dass die unbemannten Fluggeräte in beiden Fällen vom Kurs abgekommen oder durch elektronische Abwehrmassnahmen fehlgeleitet worden seien.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. In dem wechselseitigen Drohnenkrieg sind die mit elektronischen Mitteln abgewehrten Fluggeräte auch eine Gefahr für die Nachbarländer. Wiederholt sind Drohnen über Belarus in den Luftraum von Polen und der baltischen Staaten geraten, die zu engsten Partnern und Unterstützern der Ukraine zählen. Zuletzt war in der Nacht zu Montag eine fehlgeleitete ukrainische Drohne in Litauen abgestützt. Ähnliche Fälle gab es in Rumänien und Moldau.

Kommentare

User #3392 (nicht angemeldet)

Russland braucht zu viele Soldaten, um die besetzten Gebiete zu halten. Diese müssen versorgt werden und fehlen der heimischen Wirtschaft. Letztlich ist es eine Ressourcefrage, wer am Ende besser dasteht. Insofern ist die Wirksamkeit der Sanktionen doch von hoher Bedeutung. Und hier sieht es für Russland viel schlechter aus, als der Kreml zugibt.

User #5407 (nicht angemeldet)

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