Moskau droht – Ukraine und EU-Botschaft bleiben standhaft
Ukraine und EU-Vertretung zeigen sich von Drohungen aus Moskau unbeeindruckt: Russlands Forderung, Kiew zu verlassen, wird klar zurückgewiesen.

Russland hat am Montag Ausländer und Diplomaten aufgefordert, Kiew so rasch wie möglich zu verlassen. Moskau kündigte laut dem «Tagesspiegel» systematische Schläge gegen militärische und politische Entscheidungszentren in Kiew an.
Das Aussenministerium warnte ausländische Staatsbürger, Botschaftspersonal und Mitarbeiter internationaler Organisationen ausdrücklich vor einem Verbleib in der Stadt. Russland bezeichnete die angekündigten Angriffe als Vergeltung für ukrainische Attacken gegen eigene Zivilisten, berichtet «T-Online».
Aussenminister Sergej Lawrow rechtfertigte das Vorgehen in einem Gespräch mit seinem US-Kollegen Marco Rubio als Reaktion auf angebliche ukrainische Angriffe. Die Ukraine bestritt jedoch, Wohngebiete in der von Moskau besetzten Stadt Starobilsk absichtlich angegriffen zu haben.
Kiew und Brüssel trotzen der Einschüchterung aus Moskau
Ungeachtet dieser Drohungen wollen die Ukraine und die EU-Vertretung in Kiew standhaft bleiben, wie die «Tiroler Tageszeitung» meldet. Die Leiterin des EU-Büros in Kiew, Katarina Mathernova, betonte, die Vertretung werde die ukrainische Hauptstadt nicht verlassen.
Mathernova warf Moskau vor, mit seinen Warnungen lediglich Panik säen und die Ukraine von ihren Verbündeten isolieren zu wollen. Auch der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha rief die Verbündeten auf, sich der russischen Erpressung nicht zu beugen.
Rubio betonte laut «T-Online», jeder dieser massiven Angriffe sei eine Erinnerung daran, weshalb dieser Krieg beendet werden müsse. Die USA erklärten sich bereit, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um das Kriegsende zu ermöglichen.
Schwere Angriffe auf ukrainische Städte
In der Nacht zu Sonntag hatte Russland die Ukraine bereits mit rund 600 Drohnen und 90 Raketen angegriffen, berichtet «T-Online».

Besonders schwer getroffen wurde Kiew, wo nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden.
Am Montag und Dienstag folgten erneute schwere Angriffe auf Kramatorsk im Gebiet Donezk, darunter gelenkter Gleitbombeneinsatz. Dabei wurden laut dem «Tagesspiegel» erneut Zivilisten verletzt, unter ihnen auch ein achtjähriges Kind.















