Nach Berichten zu Trump-Flugzeug: «New York Times»-Reporter vorgeladen

    Keystone-SDA
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    USA,

    Nach Berichterstattung über angebliche Sicherheitsbedenken bei der neuen Präsidentenmaschine von Donald Trump haben mehrere «New York Times»-Journalisten nach Angaben der Zeitung Vorladungen der Bundesstaatsanwaltschaft in Manhattan erhalten. Die Reporter sollen demnach kommende Woche vor einer Grand Jury aussagen. In den Vorladungen werde als Begründung lediglich ein nicht näher ausgeführter mutmasslicher Verstoss gegen Bundesstrafrecht genannt.

    ARCHIV - US-Präsident Donald Trump spricht auf der Joint Base Andrews mit Journalisten, bevor er an Bord der Air Force One geht. Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
    ARCHIV - US-Präsident Donald Trump spricht auf der Joint Base Andrews mit Journalisten, bevor er an Bord der Air Force One geht. Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa - Keystone/AP/Julia Demaree Nikhinson

    Die Bundesstaatsanwaltschaft in Manhattan war zunächst nicht für eine Bestätigung zu erreichen. Das US-Justizministerium ist angefragt. Der «New York Times» zufolge erhielten die Reporter die Vorladungen am Freitag. Teilweise seien sie von Bundesbeamten persönlich an den Wohnsitzen zugestellt worden.

    Die Zeitung bezeichnete das Vorgehen als Einschüchterungsversuch gegen unabhängige Medien. «Das Erscheinen von Bundesbeamten vor der Haustür von Nachrichtenreportern sollte das Gewissen jedes Amerikaners erschüttern, der an die Verfassung und die von ihr geschützte Pressefreiheit glaubt», erklärte der Anwalt der Zeitung, David McCraw, in dem Bericht.

    Die vier Journalisten hatten in dieser Woche unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, Trump habe auf Anraten des Secret Service aus Sicherheitsgründen den Flug vom Nato-Gipfel in der Türkei zum britischen Luftwaffenstützpunkt Mildenhall mit der alten Air Force One absolviert. Dort stieg er in die neue, von Katar geschenkte Maschine um. Zuvor hatte der Präsident in Ankara selbst Spekulationen über die Sicherheit des neuen Jumbojets angeheizt. Auf die Frage, warum er nicht mit der neuen Maschine abreise, hatte er geantwortet, er sei die «Nummer 1 auf der Todesliste des Iran».

    In einem weiteren Bericht schrieb die Zeitung, die neue Maschine verfüge bislang nicht über sämtliche Sicherheits- und Abwehrsysteme des bisherigen Präsidentenflugzeugs. Die Regierung und Trump selbst bestritten aber, dass Sicherheitsbedenken der Grund für den Flugzeugwechsel gewesen seien. Trump erklärte mehrfach, der Zwischenstopp habe dazu gedient, Militärangehörigen die neue Maschine zu zeigen.

    Trump geht seit Beginn seiner zweiten Amtszeit verstärkt gegen Medien vor. Das Justizministerium hatte bereits in diesem Jahr versucht, Aussagen von Journalisten des «Wall Street Journal» und der «Washington Post» in Ermittlungen zu Enthüllungen zu erzwingen. Nach juristischem Widerstand der Medienhäuser wurden diese Vorladungen später zurückgezogen.

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    Kommentare

    User #3918 (nicht angemeldet)

    Irgenwann wird auch die Swissair-Force zwei neue HochsicherheitsFlugzeuge des Bundes haben. Das ist nur noch eine Frage der Zeit. Andere Länder mache das auch. Nur dass die neuen Flieger von mehreren F-35 begleitet werden. Generalpilot R.

    User #3803 (nicht angemeldet)

    Ich wünsche Trump kein Attentat - selbstverständlich nicht - aber ich wünsche ihm ein Amtsenthebungsverfahren. Vielleicht im November.

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