Anschlag

    Zahlreiche Tote bei Anschlag mit Autobombe in Pakistan

    Keystone-SDA
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    Pakistan,

    Bei einer koordinierten Attacke auf eine Polizeizentrale in Pakistan hat es zahlreiche Tote gegeben.

    ARCHIV - Sicherheitskräfte sind nach einem Anschlag auf ein schiitisches Gemeindehaus vor Ort und kontrollieren eine Menschenmenge. Foto: Anjum Naveed/AP/dpa (Archivbild)
    ARCHIV - Sicherheitskräfte sind nach einem Anschlag auf ein schiitisches Gemeindehaus vor Ort und kontrollieren eine Menschenmenge. Foto: Anjum Naveed/AP/dpa (Archivbild) - Keystone/AP/Anjum Naveed

    Mindestens 16 Menschen sind bei dem Anschlag in der Stadt Kohat im Nordwesten des Landes nach Behördenangaben ums Leben gekommen. Zudem sind mindestens sieben Angreifer tot, wie es am späten Abend (Ortszeit) aus Polizeikreisen hiess.

    Während des Freitagsgebets habe ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug zunächst ein Tor gerammt und sei dann explodiert, hiess es aus Polizeikreisen weiter. Die bewaffneten Angreifer hätten daraufhin das Gelände gestürmt und einer habe einen Sprengstoffgürtel gezündet. Von der Wucht der Detonation wurde auch eine Moschee auf dem Gelände beschädigt.

    Fernsehaufnahmen des pakistanischen Senders Geo zeigten Menschen, die in Panik vom Anschlagsort flohen. Am Boden waren leblose Körper zu sehen. Mehr als 50 Verletzte wurden in ein Krankenhaus in der Nähe gebracht, wie ein Arzt der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte.

    Videos in den sozialen Medien, deren Echtheit von der dpa verifiziert wurden, zeigten eine schwerbeschädigte Häuserfront und mehrere Menschen, die Trümmer wegschafften.

    IS und Taliban in der Region aktiv

    Zunächst reklamierte niemand den Anschlag in der Unruheprovinz Khyber Pakhtunkhwa für sich. Sowohl ein regionaler Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) als auch die pakistanischen Taliban (TTP) sind in dem afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet aktiv. Die Sicherheitslage hatte sich dort in den vergangenen Jahren immer weiter verschlechtert.

    Erst Anfang August wurden bei einem Selbstmordanschlag im Swat-Tal in derselben Provinz 14 Menschen in den Tod gerissen. Auch der damalige Angriff ereignete sich vor einer Polizeiwache. Dort hatten Hunderte Menschen gegen die zunehmende Gewalt in der Region demonstriert. Auch in den Monaten davor gab es Anschläge gegen Polizisten in Khyber Pakhtunkhwa.

    Pakistan wirft der islamistischen Taliban-Regierung im Nachbarland Afghanistan vor, Terrorgruppen im Grenzgebiet Unterschlupf zu gewähren. Die Führung in Kabul weist die Vorwürfe zurück. Im Frühling 2026 war der Konflikt der Nachbarländer eskaliert. Seitdem kommt es regelmässig zu gegenseitigem Beschuss.

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