Minder stellt frühe Selektion im Schulsystem infrage

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Der Schulleiterverband fordert die Abschaffung der Gymiprüfungen und eine spätere Aufteilung der Schülerinnen und Schüler.

    Schulzimmer Schule
    An einer Schule in Sachsen wurde ein Theaterprojekt nach heftigen Elternprotesten abgebrochen. (Symbolbild). - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Schweizer Schulleiterverband fordert spätere Selektion ohne Gymiprüfungen.
    • Längere Lehrerausbildung soll Qualität und Chancengleichheit stärken.
    • Eine Rform gilt jedoch politisch als schwierig.

    Thomas Minder hat im «SonntagsBlick» die frühe Selektion im Schweizer Schulsystem grundsätzlich infrage gestellt. Der Präsident des Verbands Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz sagte, Übergänge vor der Sekundarschule sollten prüfungsfrei erfolgen.

    «Die Gymiprüfungen gehören abgeschafft», erklärte er im Interview mit der Zeitung mit Blick auf das Langzeitgymnasium. «Man weiss aus der Wissenschaft, dass jeder Übertritt in der Schule soziale Ungleichheiten verstärkt». Der Verband sei deshalb der Auffassung, dass es vor der Sekundarschule keine Selektion geben solle. Manche Kantone würden die Übergänge bereits prüfungsfrei gestalten.

    Soll die Gymiprüfung vor der Sekundarschule abgeschafft werden?

    Minder plädiere für eine spätere Selektion am Ende der Schulzeit sowie für heterogene Klassen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsniveaus. Zugleich kritisierte er die Ausbildung der Lehrpersonen als unzureichend angesichts wachsender Anforderungen. Lehrpersonen müssten neben Fachwissen auch soziale, emotionale und kommunikative Kompetenzen mitbringen. «Es ist eine Mission impossible, dies in den drei Studienjahren zu erreichen», sagte Minder zur Zeitung.

    Er forderte mindestens vier Jahre Ausbildung und einen Masterabschluss für alle Lehrpersonen. «Politisch dürfte das sehr schwierig durchzusetzen sein, weil die Kosten steigen würden. Doch es würde sich längerfristig auszahlen», sagte Minder weiter. Der Lehrermangel lasse sich trotz längerer Ausbildung durch eine Einbindung angehender Lehrpersonen bereits vor Abschluss des Studiums in den Schulbetrieb abfedern.

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    Kommentare

    User #2521 (nicht angemeldet)

    Das ist schon seit 20 Jahren oder mehr bekannt. Das Resultat bestätigt diese Aussage. Schülerinnen sind im Gym übervertreten (60 zu 40%) weil sie in der Entwicklung im Durchschnitt den Schülern um zwei Jahre voraus sind.

    User #5081 (nicht angemeldet)

    Diese Systeme machen.mehr kaputt als gut..

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