Militärmaschine in Bolivien stürzt ab: sechs Tote
Beim Absturz einer Maschine der bolivianischen Luftwaffe sind alle sechs Insassen ums Leben gekommen. «Es gibt keine Überlebenden», teilte das bolivianische Verteidigungsministerium mit. Unter den Toten seien vier Militärangehörige und zwei Zivilisten.

Die Cessna FAB-409 war nach Angaben des Ministeriums am Morgen (Ortszeit) vom Flughafen El Alto bei La Paz nach Cochabamba unterwegs und führte einen Flug zur «Unterstützung ziviler Massnahmen» durch. Nach dem Abbruch der Funkverbindung wurde eine Suchaktion eingeleitet, bei der die verunglückte Maschine später im Gebiet Cerro Sayari im Departamento Cochabamba gefunden wurde. Nach Angaben der Zeitung «El Deber» wurde die Maschine zur Überwachung von durch Blockaden betroffenen Gebieten eingesetzt.
Der Absturz ereignet sich inmitten einer schweren Krise in Bolivien. Seit mehr als 50 Tagen kommt es in dem südamerikanischen Land zu Protesten und Strassenblockaden, die wichtige Verkehrsverbindungen beeinträchtigen.
Präsident Rodrigo Paz hatte deswegen am Samstag einen landesweiten Ausnahmezustand verhängt und die Massnahme mit den wirtschaftlichen, sozialen und humanitären Folgen der Blockaden begründet. Die Regierung will damit nach eigenen Angaben mit Hilfe von Polizei und Streitkräften wichtige Verkehrswege wieder öffnen und die Versorgung mit Lebensmitteln, Treibstoff und Medikamenten sichern.
Die Proteste richten sich unter anderem gegen die schwierige Wirtschaftslage, steigende Lebenshaltungskosten und Reformvorhaben der konservativen Regierung. Durch die Blockaden kam es nach Regierungsangaben in mehreren Regionen zu Engpässen bei der Versorgung.










