Migrantentunnel in Lettland unter Grenzzaun zu Belarus entdeckt

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Lettland,

    Lettlands Behörden haben einen Tunnel entdeckt, durch den Migranten unterirdisch aus dem Nachbarland Belarus in das EU-Land gelangen konnten.

    Migranten Lettland
    Neu errichtetes Flüchtlingslager im litauisch-belarussischen Grenzgebiet. Foto: Mindaugas Kulbis/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Der Geheimgang ist nach Angaben von Innenminister Janis Dombrava von Grenzschutz, Militär und Polizei in einem Grenzabschnitt nahe dem geschlossenen Übergang Silene ausfindig gemacht worden.

    «Es ist der erste Tunnel dieser Art in Lettland», sagte Dombrova lettischen Medienberichten zufolge in Riga und ordnete die Suche nach weiteren unterirdischen Gängen mit Hilfe elektronischer Geräte an. Zuvor waren in den vergangenen Wochen bereits geheime Unterführungen unter der Grenze zwischen Belarus und Litauen aufgetan worden.

    Entdeckt worden sei der rund zehn Meter vom Zaun entfernte Tunnel beim Versuch, den Einreiseweg von einer Gruppe von aufgegriffenen Migranten zu rekonstruieren, die illegal die Grenze überschritten hatte. Nach Angaben des lettischen Grenzschutzes wurden 15 Personen festgenommen.

    Bislang hatten Migranten nur versucht, über den Grenzzaun in das baltische EU-Land zu gelangen. Dazu hatten sie einem Sprecher des Grenzschutzes zufolge verschiedenes Werkzeug wie etwa Metallscheren und selbstgebaute Leitern aus Ästen und Stöcken genutzt.

    Lettland hat – wie auch Litauen und Polen – das autoritär regierte Belarus wiederholt beschuldigt, in organisierter Form Migranten aus Krisenregionen an die EU-Aussengrenze zu bringen. Die Regierung in Riga reagierte darauf mit einem verstärkten Schutz der Grenze und dem Bau eines Grenzzauns.

    Zur Eindämmung der im Sommer deutlich gestiegenen Zahl an illegalen Grenzgänger startete Lettland zudem nun eine neue Operation zur Sicherung seiner Ostgrenze. Dabei sollen im Grenzgebiet etwa verstärkt Drohnen zum Einsatz kommen, um illegale Grenzübertritte festzustellen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #4444 (nicht angemeldet)

    Die Asylanten wollen in die EU und nicht in Belarus bleiben

    User #1141 (nicht angemeldet)

    Einfach zuschütten und erledigt ist das..!

    Weiterlesen

    sdf
    443 Interaktionen
    Metzg in Köniz BE
    Meghan Markle
    Hausarrest für Vater

    MEHR IN POLITIK

    Lukas Schnyder Airbnb
    1 Interaktionen
    Vorbild Zürich
    Philip C. Brunner (SVP)
    Zuger SVP-Präsi
    Andreas Sigrist EDU Porträtfoto
    Andreas Sigrist (EDU)
    3 Interaktionen
    Montevideo

    MEHR AUS LETTLAND

    Andris Kulbergs
    Lettland
    UN-Sicherheitsrat
    7 Interaktionen
    Russische Angriffe
    eu
    5 Interaktionen
    Riga
    Andris Kulbergs
    Riga