Angst

Messerangriff in Belfast schockt Briten - Angst vor Krawall

Keystone-SDA
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Grossbritannien,

Ein blutige Messerattacke mit einem Schwerverletzten in der nordirischen Hauptstadt Belfast hat erneut Ängste vor rassistischen Ausschreitungen im Vereinigten Königreich entfacht.

Angehörige der nordirischen Polizei sichern den Bereich um den Tatort einer Messerstecherei. Foto: Peter Morrison/AP/dpa
Angehörige der nordirischen Polizei sichern den Bereich um den Tatort einer Messerstecherei. Foto: Peter Morrison/AP/dpa - Keystone/AP/Peter Morrison

Wie die nordirische Polizei mitteilte, wurde ein zwischen 30 und 40 Jahren alter Mann wegen des Verdachts auf versuchte Tötung festgenommen. Das Opfer, ein Mann im Alter zwischen 40 und 50 Jahren, wurde der Mitteilung zufolge mit schweren Verletzungen im Gesicht, den Augen und am Rücken in ein Krankenhaus gebracht. Der Vorfall ereignete sich am Montagabend.

Der mutmassliche Täter stammt demnach aus dem Sudan – was Befürchtungen weckte, der Vorfall könne als Anlass für rassistisch motivierte Krawalle genommen werden. Grossbritanniens bekanntester Rechtsextremist Tommy Robinson teilte bereits Protestaufrufe für das ganze Land.

In einem Video, das im Netz kursiert, ist zu sehen, wie ein Angreifer mit einem Messer mitten auf einer Strasse auf einem blutüberströmten Mann sitzt und diesen mit einem Messer traktiert. Zwischendurch hebt er das Messer in die Höhe und ruft etwas. Nach einer Weile wagen sich mehrere Männer in die Nähe und versuchen den Angreifer von seinem Opfer zu trennen.

Die Polizei bat darum, das Video nicht zu verbreiten. Nordirlands Polizeichef Jon Boutcher rief die Menschen auf, sich nicht durch Social Media aufstacheln zu lassen und die Ermittler ihre Arbeit machen zu lassen. Es gebe bislang keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund, hiess es in der Mitteilung der Polizei.

Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilte die Tat aufs Schärfste. «Der furchtbare Angriff in Belfast ist widerwärtig. Ich habe absolut keine Toleranz für entsetzliche Szenen der Gewalt wie diese auf unseren Strassen», so Starmer auf der Plattform X. Nordirische Politiker äusserten sich ähnlich und warnten vor Ausschreitungen. Grossbritannien war im Sommer 2024 von heftigen rassistisch motivierten Ausschreitungen erschüttert worden.

Erst in der vergangenen Woche kam es in der südenglischen Stadt Southampton zu Krawallen am Rande eines Protests. Auslöser war die Veröffentlichung von Body-Cam-Aufnahmen, die einen krassen Polizeifehler nach der tödlichen Messerattacke eines Manns aus der Sikh-Gemeinschaft auf den Studenten Henry Nowak zeigten. Statt den Mörder festzunehmen, der sich als Opfer eines rassistischen Übergriffs darstellte, hatten die Polizisten dem sterbenden Nowak Handschellen angelegt.

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Kommentare

User #3516 (nicht angemeldet)

Ein Mensch bringt auf offener Strasse beinahe einen anderen um und die Regierung hat als grösstes Problem allfällige Proteste im Auge. Finde den Fehler

User #4296 (nicht angemeldet)

Man darf nicht schreiben, dass sich das Einzelfall-Register zu enem "Big Picture" zusammenfügt. "Das ist rassistisch..."...dann ist es das halt!

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