Huthi

Huthi-Miliz reklamiert Angriffe auf Saudi-Ölanlagen für sich

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

Im sich zuspitzenden Konflikt am Roten Meer hat die jemenitische Huthi-Miliz nach eigenen Angaben Ölanlagen in Saudi-Arabien beschossen. Man habe mit Dutzenden Raketen und Drohnen Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco in den Städten Dschisan und Yanbu angegriffen, sagte Jahja Sari, Militärsprecher der vom Iran unterstützten Miliz, in einer Videobotschaft.

ARCHIV - Eine Person verfolgt eine Fernsehansprache von Jahja Sari, Sprecher der Huthi-Rebellen. Foto: Osamah Yahya/ZUMA Press Wire/dpa/Archivbild
ARCHIV - Eine Person verfolgt eine Fernsehansprache von Jahja Sari, Sprecher der Huthi-Rebellen. Foto: Osamah Yahya/ZUMA Press Wire/dpa/Archivbild - Keystone/ZUMA Press Wire/Osamah Yahya

Es handelte sich demnach um Gegenangriffe für Attacken der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen. Diese hatte mitgeteilt, als Reaktion auf den erneuten Beschuss eines unter Saudi-Flagge fahrenden Schiffes im Roten Meer «legitime militärische Ziele» in der jemenitischen Provinz Hudaida angegriffen zu haben. Die Huthi hatten dem benachbarten Königreich dafür Vergeltung geschworen.

Über Huthi-Angriffe in der Nacht in Dschisan und Yanbu berichtete auch der iranische Sender Press TV. Die Regierung Saudi-Arabiens äusserte sich bislang nicht dazu.

Yemen TV berichtete allerdings, es habe am Samstag Luftangriffe auf Huthi-Stellungen in den jemenitischen Provinzen Marib und Al-Dschauf gegeben. Der mit der jemenitischen Regierung verbündete Sender machte keine Angaben, wer diese ausgeführt habe. Von den Huthi gab es dazu zunächst keine Äusserung.

Die Schiitenmiliz hatte 2014 schrittweise den Norden und weitere Landesteile des Jemens förmlich überrannt und das arme Land auf der Arabischen Halbinsel in einen Bürgerkrieg gestürzt. Saudi-Arabien bekämpft die Huthi zusammen mit Jemens international anerkannter Regierung.

Am vergangenen Montag hatte die Miliz eine «Blockade» der Seefahrt für Saudi-Arabien erklärt. Am Donnerstag reklamierte sie Angriffe auf zwei saudische Öltanker für sich. Auch am Freitag gab es einen Angriff auf ein unter saudischer Flagge fahrendes Schiff.

Die gegenseitigen Angriffe schüren die Sorge vor einer weiteren Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten, der die Region seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran im Februar erfasst hat.

Durch das Rote Meer und die wichtige Meerenge Bab al-Mandab vor Jemens Küste führt der Seeweg von Asien über den Suezkanal nach Europa. Bab al-Mandab («Tor der Tränen» oder «Tor der Klagen») liegt im Westen der Halbinsel, die Strasse von Hormus – wo es im Iran-Krieg wiederholt zu Angriffen auf Öltanker und andere Handelsschiffe kommt – im Osten.

Kommentare

User #2962 (nicht angemeldet)

Die Huti überlegen sich zu kurz.! Es wird eine lange Zeit geben......! Finanzen dieser Gesellschaft muss geklärt werden.! Von wo kommt was..? Auch der Westen muss über die Bücher..! Waren Verkehr kommt von wo und wie..? Bitte Licht ins Dunkle.........

User #2828 (nicht angemeldet)

Die Huthis müssen weg

Weiterlesen

Schatten
89 Interaktionen
Bäume & Schirme
x
112 Interaktionen
Südeuropa brennt

MEHR HUTHI

demonstranten
8 Interaktionen
Krieg im Nahen Osten
21 Interaktionen
Washington/Sanaa
trump
43 Interaktionen
«Schwere Strafen»
trump
13 Interaktionen
Washington

MEHR AUS STADT BERN

zug
32 Interaktionen
Wegen Notbremse
queer
2 Interaktionen
Regenbogen-Demo
YB
27 Interaktionen
Lunde-Kolumne
Stefanie Christ
2 Interaktionen
Berner Autorin