Angst

    Angst vor Teileinsturz: Hochhaus in New York evakuiert

    Keystone-SDA
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    USA,

    Mitten im dicht besiedelten New Yorker Stadtbezirk Manhattan geht die Angst vor dem möglichen Teileinsturz eines Hochhauses um.

    Manhattan New York
    Im New Yorker Stadtteil Manhattan droht ein Wohnblock einzustürzen. - Keystone

    «Zwei tragende Stützen sind eingeknickt; zudem wurden mehrere Risse und absackende Decken festgestellt», sagte Bürgermeister Zohran Mamdani auf einer Pressekonferenz. Messungen hatten ergeben, dass sich das Gebäude bewegt. Am frühen Abend sei das dann nicht mehr der Fall gewesen, erklärte die Stadtverwaltung – deshalb könnten nun temporäre Stützen zur Sicherung des Gebäudes angebracht werden.

    Der 37-stöckige Gebäudekomplex an der 42. Strasse im Stadtteil Midtown wurde weiträumig abgesperrt, mit Feuerwehrdrohnen untersucht und mittels Geräten kontrolliert, die Verschiebungen im Zentimeterbereich aufzeichnen können, wie die Feuerwehr mitteilte. Weil es sich um einen Stahlrahmenbau handele, sei kein vollständiger, sondern allenfalls ein lokaler Einsturz zu erwarten. «Dennoch bleibt genau das unsere Sorge», sagte ein Feuerwehrbeamter. Die Lage sei «sehr ernst».

    Das Problem mit der Statik betrifft massgeblich das 21. Stockwerk des Hochhauses. Auf Bildern aus dem Inneren des Gebäudes sind ein eingeknickter Stützpfeiler und verbogene Metallstreben zu sehen. Laut der «New York Times» machten Arbeiter die Aufnahmen, bevor das Gebäude evakuiert wurde.

    Das frühere Hauptquartier des Pharmakonzerns Pfizer befindet sich derzeit im Umbau – aus früheren Büros sollen mehr als 1600 Wohnungen werden. Laut den Architekten handelt es sich um das grösste derartige Umwandlungsprojekt in der Geschichte der Stadt, die Arbeiten sollten 2027 abgeschlossen werden.

    «Typische Konstruktionsfehler»

    Der Projektentwickler wies jede Verantwortung von sich und sprach von einem «typischen Konstruktionsfehler» des in den 1960er Jahren errichteten Gebäudes. Wahrscheinlich seien die eingeknickten Stahlträger nicht oder nicht ausreichend verstärkt worden, sagte er der «New York Times». Von Einsturzgefahr könne keine Rede sein, die Zwischendecken seien wohl nur um zehn Zentimeter abgesackt. Das von der Stadtverwaltung genehmigte Projekt sei an sich «perfekt», die Fertigstellung werde sich bloss um ein paar Wochen verzögern.

    Die Feuerwehr hatte kurz vor 8 Uhr morgens Ortszeit einen Anruf wegen herabfallender Ziegelsteine erhalten, wie Lillian Bonsignore erzählte, die Leiterin der New Yorker Berufsfeuerwehr. Die Einsatzkräfte erklärten die umliegende Gegend daraufhin zur Sperrzone, mehrere Gebäude wurden evakuiert. Auch zwei Hotels und eine Schule mit Hunderten Schülern mussten laut Medienberichten geräumt werden. Alle New Yorker waren aufgerufen, die Zone zwischen dem berühmten Chrysler Building und dem Hauptquartier der Vereinten Nationen weitestgehend zu meiden.

    Die Gegend rund um das betroffene Gebäude ist eine der betriebsamsten der Millionenmetropole: Tausende Menschen wohnen und arbeiten hier, hinzu kommen unzählige Touristen und zig Pendler, die den nahegelegenen Bahnhof Grand Central als Verkehrsknotenpunkt nutzen.

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