Merz sichert Grossauftrag für Airbus in China
Bundeskanzler Merz sichert Grossauftrag über 120 Flugzeuge und kritisiert das massive Handelsdefizit mit China beim Antrittsbesuch in Peking.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei seinem ersten China-Besuch einen bedeutenden Erfolg erzielt. China wird bis zu 120 weitere Flugzeuge bei Airbus bestellen, wie das «ZDF» meldet.
Der Kanzler verkündete die Nachricht nach seinem Treffen mit Staatspräsident Xi Jinping in Peking.
Die chinesische Führung ordere eine grössere Zahl zusätzlicher Maschinen beim europäischen Flugzeugbauer. Dies zeige, dass sich solche Reisen lohnen, betonte Merz in einem Pressestatement, schreibt die Bundesregierung.
Merz fordert Regeln im Handel mit China
Trotz des Airbus-Deals übte der Kanzler deutliche Kritik an den Wirtschaftsbeziehungen. Das Handelsdefizit zwischen Deutschland und China belaufe sich auf über 80 Milliarden Euro, berichtet der «Tagesspiegel».
Diese Summe habe sich seit 2020 innerhalb von fünf Jahren vervierfacht. Diese Dynamik sei nicht gesund, mahnte Merz bei den Gesprächen in Peking.
Der Kanzler forderte Transparenz, Verlässlichkeit und gemeinsam gesetzte Regeln im Handel. Man benötige einen fairen Wettbewerb zwischen den Unternehmen, betonte Merz laut «ZDF».
Ukraine und Taiwan als heikle Themen
Merz sprach auch sicherheitspolitische Fragen an, wie die «Tagesschau» berichtet. Er forderte China auf, seinen Einfluss auf Russland zu nutzen.

Der Ukraine-Krieg könne ohne chinesische Unterstützung für Moskau nicht weitergehen. Dennoch dürften Appelle an Xi Jinping kaum Wirkung zeigen.
Eine Vereinigung mit Taiwan müsse friedlich erfolgen, stellte Merz klar. Deutschland halte an der Ein-China-Politik fest, schreibt «Die Zeit».
















