Merz' Koalition verliert laut Politbarometer Rückhalt
Jeder Zweite rechnet mit vorzeitigem Aus von Schwarz-Rot. 83 Prozent der Deutschen zeigen sich mit der Arbeit des Kanzlers Merz unzufrieden.

Ein Jahr nach Amtsantritt steht Schwarz-Rot unter massivem Druck, berichtet das «Handelsblatt». Laut dem aktuellen ZDF-Politbarometer zweifelt knapp die Hälfte der Deutschen am Fortbestand der Koalition.
In der neuen Erhebung gaben 48 Prozent der Befragten an, mit einem vorzeitigen Ende der Koalition zu rechnen. Das ist ein drastischer Anstieg gegenüber dem Vormonat.
Im März erwarteten noch 66 Prozent, dass die Regierung aus Union und SPD bis zur nächsten Bundestagswahl 2029 bestehen bleibt. Inzwischen sind es nur noch 47 Prozent.
Merz mit Tiefstwert
Die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung hat einen neuen Höchststand erreicht: 69 Prozent bescheinigen Schwarz-Rot eine eher schlechte Arbeit. Kurz nach dem Amtsantritt Ende Mai 2025 lagen die Zufriedenheitswerte noch bei 51 Prozent, schreibt das «Presseportal».
Auch die persönlichen Werte des Bundeskanzlers sind auf einen neuen Tiefstwert gefallen: Friedrich Merz wird auf der Beliebtheitsskala von +5 bis -5 mit minus 1,3 bewertet. Vor einem Jahr war sein Wert deutlich besser.
Laut dem ARD-«Deutschlandtrend» sind inzwischen 83 Prozent der Deutschen mit der Arbeit des Kanzlers unzufrieden. Das sei laut dem «Handelsblatt» der schlechteste Wert, der je für einen amtierenden Bundeskanzler gemessen worden sei.
AfD vor Union in der Sonntagsfrage
Bei der Sonntagsfrage liegt die AfD mit 27 Prozent vor CDU/CSU, die unverändert bei 25 Prozent stagniert. Die SPD verharrt auf ihrem Tiefstwert von 12 Prozent, berichtet das «Handelsblatt».

Mit diesem Ergebnis hätte Schwarz-Rot weiterhin keine Mehrheit im Bundestag. Merz selbst hatte Neuwahlen und eine Minderheitsregierung zuletzt ausdrücklich ausgeschlossen, wie «Presse.Online» schreibt.
Deutschland könne sich inmitten einer Wirtschaftskrise keine wochenlange eingeschränkte Handlungsfähigkeit leisten, begründete er seine Haltung. Die politische Realität der Umfragen steht damit in deutlichem Kontrast zu dieser Festlegung.












