Merz' Koalition verliert laut Politbarometer Rückhalt

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Deutschland,

    Jeder Zweite rechnet mit vorzeitigem Aus von Schwarz-Rot. 83 Prozent der Deutschen zeigen sich mit der Arbeit des Kanzlers Merz unzufrieden.

    Friedrich Merz
    Die Unzufriedenheit mit der Arbeit von Kanzler Merz erreichte bei 83 Prozent einen historischen Tiefstwert. - keystone

    Ein Jahr nach Amtsantritt steht Schwarz-Rot unter massivem Druck, berichtet das «Handelsblatt». Laut dem aktuellen ZDF-Politbarometer zweifelt knapp die Hälfte der Deutschen am Fortbestand der Koalition.

    In der neuen Erhebung gaben 48 Prozent der Befragten an, mit einem vorzeitigen Ende der Koalition zu rechnen. Das ist ein drastischer Anstieg gegenüber dem Vormonat.

    Ist Merz ein guter Bundeskanzler?

    Im März erwarteten noch 66 Prozent, dass die Regierung aus Union und SPD bis zur nächsten Bundestagswahl 2029 bestehen bleibt. Inzwischen sind es nur noch 47 Prozent.

    Merz mit Tiefstwert

    Die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung hat einen neuen Höchststand erreicht: 69 Prozent bescheinigen Schwarz-Rot eine eher schlechte Arbeit. Kurz nach dem Amtsantritt Ende Mai 2025 lagen die Zufriedenheitswerte noch bei 51 Prozent, schreibt das «Presseportal».

    Auch die persönlichen Werte des Bundeskanzlers sind auf einen neuen Tiefstwert gefallen: Friedrich Merz wird auf der Beliebtheitsskala von +5 bis -5 mit minus 1,3 bewertet. Vor einem Jahr war sein Wert deutlich besser.

    Laut dem ARD-«Deutschlandtrend» sind inzwischen 83 Prozent der Deutschen mit der Arbeit des Kanzlers unzufrieden. Das sei laut dem «Handelsblatt» der schlechteste Wert, der je für einen amtierenden Bundeskanzler gemessen worden sei.

    AfD vor Union in der Sonntagsfrage

    Bei der Sonntagsfrage liegt die AfD mit 27 Prozent vor CDU/CSU, die unverändert bei 25 Prozent stagniert. Die SPD verharrt auf ihrem Tiefstwert von 12 Prozent, berichtet das «Handelsblatt».

    Friedrich Merz
    Die Zustimmung für Kanzler Merz fällt auf ein Rekordtief. - keystone

    Mit diesem Ergebnis hätte Schwarz-Rot weiterhin keine Mehrheit im Bundestag. Merz selbst hatte Neuwahlen und eine Minderheitsregierung zuletzt ausdrücklich ausgeschlossen, wie «Presse.Online» schreibt.

    Deutschland könne sich inmitten einer Wirtschaftskrise keine wochenlange eingeschränkte Handlungsfähigkeit leisten, begründete er seine Haltung. Die politische Realität der Umfragen steht damit in deutlichem Kontrast zu dieser Festlegung.

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    Kommentare

    User #1168 (nicht angemeldet)

    Es wird ihm nichts anderes übrig bleiben als einen Teil des Polit-Programms der AFD zu übernehmen wenn er überhaupt überleben will. Man sieht es in ganz Europa mit was dass heute Stimmen gemacht werden. Die Linken Gutmenschen haben viele der derzeitigen Probleme verursacht. Das schleckt keine Kuh weg.

    User #6241 (nicht angemeldet)

    Olav, bist du noch da?

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