Merz demonstriert in Kiew Entschlossenheit

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

    Ukraine,

    Der deutsche Bundeskanzler Merz setzt in Kiew auf Druck gegen Russland. Beim Spitzentreffen fordert er eine Waffenruhe und droht mit weiteren Sanktionen.

    Merz Kiew
    Bei seinem Besuch sichert Merz Kiew volle Unterstützung zu. - Keystone

    Der neue deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz ist am Samstagmorgen in Kiew eingetroffen, wie die «Tagesschau» berichtet. An dem Spitzentreffen nehmen auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Grossbritanniens Premier Keir Starmer und Polens Regierungschef Donald Tusk teil.

    Die vier europäischen Spitzenpolitiker gedachten am Maidan der Opfer des russischen Angriffskrieges und trafen anschliessend Präsident Wolodymyr Selenskyj. Ziel des Treffens sei laut «Welt», die Unterstützung für die Ukraine zu bekräftigen und eine 30-tägige Waffenruhe zu erreichen.

    Merz erklärte in Kiew: „Wir sind entschlossen, alles zu tun, um diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden.“ Er betonte weiter: „Sollte es keinen Waffenstillstand geben, werden wir den Druck auf Russland weiter erhöhen.“

    Spitzentreffen mit klarer Botschaft

    Die gemeinsame Reise der vier Regierungschefs gilt unter Beobachtern als historisch. Sie demonstriere Geschlossenheit und Entschlossenheit gegenüber Moskau, wie die «Tagesschau» hervorhebt.

    Merz Kiew
    Die «Koalition der Willigen» am Samstag in Kiew. - Keystone

    In einer gemeinsamen Erklärung betonten sie: „Wir unterstützen die Forderung nach einer 30-tägigen Waffenruhe, um Friedensverhandlungen vorzubereiten.“ Im Falle einer Ablehnung drohe die „massive Verschärfung der Sanktionen“.

    Diese könnten auch den Energiesektor und das Bankensystem betreffen, wie «Deutschlandfunk» berichtet. Die USA unterstützen diese Linie ebenfalls, wie Merz betonte.

    Waffenruhe als Voraussetzung für Frieden

    Selenskyj forderte eine bedingungslose Waffenruhe ab Montag, wie «Tagesspiegel» berichtet. Er warnte, dass jede Verzögerung die Diplomatie untergrabe.

    Russland lehnt eine Waffenruhe bislang ab und stellt Bedingungen, darunter ein Ende der Waffenlieferungen.

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    Merz und seine Amtskollegen gedachten der ukrainischen Opfer des Krieges in Kiew. - Keystone

    Die finanzielle und militärische Unterstützung für die Ukraine soll derweil weiter ausgebaut werden. Laut Merz werde die Hilfe politisch, finanziell und militärisch erfolgen.

    «Ball liegt bei Moskau»

    Die Reise wurde mit einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump (84) vorbereitet, wie «Welt» berichtet. Die Europäer und die USA ziehen erstmals seit Monaten wieder an einem Strang, um eine Friedenslösung zu ermöglichen.

    Denkst du, dass verstärkter Druck Moskau mit Blick auf die Ukraine zum Einlenken bewegen wird?

    Der Besuch in Kiew unterstreiche die Bedeutung des internationalen Drucks auf Russland. Die Staats- und Regierungschefs betonten, dass der Ball nun bei Moskau liege, wie die «Tagesschau» berichtet.

    Kommentare

    User #5920 (nicht angemeldet)

    Merz will, wie Macron, der starke Mann sein oder werden. Er hat bis heute nicht begriffen, dass die Ukraine längst verloren hat. Will Merz der Waffenindustrie weiter helfen oder Leben retten? Als ehem. Blackrock Mann denke ich, die Waffenindustrie ist wichtiger. Der Krieg darf also nicht stoppen.

    User #8906 (nicht angemeldet)

    Russland ist nicht Deutschland. Seine Trickserei wird nicht funktionieren:)))

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