Auch Zeiten vieler Kriege und Konflikte dürfen nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht zu einem Abstumpfen bei den Menschen führen. «Wir sollten uns nicht gewöhnen an Bilder, die uns fast täglich aus Krisenregionen erreichen», sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag in einer Rede zum Abschluss des Friedenstreffens von Sant'Egidio am Kolosseum in Rom. Merkel forderte, die Nöte und Sorgen auch von anderen Regionen der Welt zu hören: «Menschliches Leid wird nicht relativiert durch geografische Ferne.»
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Angela Merkel. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach einer Privataudienz beim Papst und einem Treffen mit Mittagessen bei Ministerpräsident Mario Draghi sagte die scheidende Kanzlerin, «dass wir als Weltgemeinschaft eine Schicksalsgemeinschaft sind».

Die Gemeinschaft von Sant'Egidio veranstaltet regelmässig internationale und interreligiöse Treffen. Merkel ist davon «beeindruckt» und sagte: «Ohne Respekt vor dem Andersdenkenden und vor dem Andersglaubenden können wir nicht in Vielfalt und Frieden miteinander leben.»

Papst Franziskus hob bei der Veranstaltung hervor, dass sich der Umgang der Völker untereinander und der Menschen gegenüber der Natur ändern müsse. «Krieg ist das Versagen der Politik und der Menschlichkeit», sagte er und forderte: «Weniger Waffen und mehr Lebensmittel! Weniger Heuchelei und mehr Transparenz! Mehr gerecht verteilte Impfstoffe und weniger unbedacht verkaufte Waffen!»

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