Im Sudan kocht die Wut auf den Strassen der Hauptstadt Khartum. Sie wehren sich gegen die Putschregierung und damit gegen General Abdel Fattah al-Burhan.
Abdel Fattah al-Burhan
General Abdel Fattah al-Burhan ist der neue Machthaber des Sudan. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • General Abdel Fattah al-Burhan ist der neue Machthaber des Sudan.
  • Der Militärputsch sorgt in der Bevölkerung für Wut und Angst.
  • Burhan verspricht eine neue Demokratie, die Leute bezweifeln es.

ach dem Putsch im Sudan hat die Demokratie-Bewegung ihren Druck auf die neuen Militärmachthaber durch landesweite Proteste verstärkt. Aus der Hauptstadt Khartum gab es Berichte über Demonstranten, die unbeeindruckt von einer hohen Militärpräsenz gegen die neuen Militärmachthaber protestierten.

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Im Sudan kam es zu Massenprotesten gegen die Putschregierung. - AP Photo / Marwan Ali

Auf Live-Bildern des Nachrichtensenders Al-Dschasira waren Menschenmassen zu sehen, die friedlich durch die Strassen der Hauptstadt marschierten. TV-Sender wie Asharq News und Al Arabiya berichteten ebenfalls über eine starke Beteiligung. Viele Brücken und Verkehrskreuzungen seien abgeriegelt.

Nationaler Tag des Widerstands

Nach dem Putsch in dem nordostafrikanischen Land am Montag war ein Nationaler Tag des Widerstands für diesen Samstag aufgerufen worden. Auch in mehreren europäischen Hauptstädten sind Solidaritätskundgebungen geplant.

In den vergangenen Tagen gab es immer wieder Proteste Tausender Demonstranten. Angesichts unterbrochener Internet- und Telefonverbindungen hatten sich viele Sudanesen über Nachbarschaftskomitees, Flugblätter oder Graffiti zu organisieren versucht. Viele Berufsverbände befinden sich im Generalstreik.

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General Abdel Fattah al-Burhan verspricht seinem Land Demokratie, was vom Volk bezweifelt wird. - EPA/STRINGER

Der neue Militärmachthaber, General Abdel Fattah al-Burhan, stand gemeinsam mit dem entmachteten Regierungschef Abdullah Hamduk an der Spitze einer Übergangsregierung. Er hatte die Auflösung dieses Gremiums verkündet. Zudem verhängte er einen Ausnahmezustand.

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