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    Drohnenangriffe auf Flughafen und Stützpunkt in Hafenstadt im Sudan

    Keystone-SDA
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    Sudan,

    Drohnenangriffe haben erneut die sudanesische Hafenstadt Bur Sudan getroffen und legen den Flugverkehr lahm.

    Sudan RSF
    Die RSF-Miliz hatte Al-Faschir am Sonntag nach eigenen Angaben eingenommen. (Archivbild) - keystone

    Im Sudan ist die Hafenstadt Bur Sudan am Dienstag erneut von Drohnenangriffen erschüttert worden. Wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete, waren am Morgen laute Explosionen zu hören. Über der Hafenstadt am Roten Meer stiegen Rauchschwaden auf.

    Eine Drohne habe den zivilen Teil des Flughafens getroffen, sagte ein Flughafenvertreter. Alle Flüge am wichtigsten internationalen Flughafen des Krisenlands im Nordosten Afrikas wurden gestrichen. Vor zwei Tagen war bereits der militärische Teil des Flughafens angegriffen worden.

    Militärstützpunkt und Hotel unter Beschuss

    Die sudanesische Armee machte die RSF-Miliz für die Drohnenangriffe verantwortlich. Die Miliz gab zunächst keine Stellungnahme ab. Am Dienstag gab es nach Angaben aus Armeekreisen auch einen Drohnenangriff auf den wichtigsten Armeestützpunkt im Stadtzentrum von Bur Sudan.

    Augenzeugin sagten, auch ein nahegelegenes Hotel sei getroffen worden. Eine dritte Drohne traf ein Treibstoffdepot im dicht besiedelten Stadtzentrum am Hafen, in dem auch die UNO, Hilfsorganisation und hunderttausende Vertriebene aus der umkämpften Hauptstadt Khartum untergekommen sind.

    Blutiger Machtkampf in Sudan

    Der Armeestützpunkt und das Hotel liegen in der Nähe der Residenz von Militärherrscher Fattah al-Burhan, der sich seit April 2023 einen blutigen Machtkampf mit seinem früheren Stellvertreter Mohammed Hamdan Daglo liefert.

    Der Norden und der Osten des Landes sind weitestgehend unter der Kontrolle der Militärregierung, Daglos RSF-Miliz kontrolliert grosse Gebiete des Südens und fast die komplette westliche Region Darfur.

    Nach Angaben der UNO wurden in dem Konflikt schon zehntausende Menschen getötet, 13 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Die EU spricht von 15 Millionen Vertriebenen. Sowohl der Armee als auch der RSF-Miliz werden Kriegsverbrechen vorgeworfen.

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