Mann mit Fackel bedroht niederländische Ministerin Kaag

    Keystone-SDA
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    Niederlande,

    Die niederländische Politikerin Sigrid Kaag wurde vor ihrer Privatwohnung von einem Mann mit einer Fackel bedroht. Dieser wurde von der Polizei festgenommen.

    Sigrid Kaag
    Die niederländische Ministerin Sigrid Kaag. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die niederländische Ministerin Sigrid Kaag wurde von einem Mann mit einer Fackel bedroht.
    • Der Verdächtige konnte von der Polizei festgenommen werden.
    • In letzter Zeit werden regelmässig niederländische Politiker bedroht.

    Die niederländische Polizei hat einen Mann festgenommen, der mit einer brennenden Fackel die prominente Politikerin Sigrid Kaag vor ihrer Privatwohnung bedroht hatte. Das teilte die Polizei am Donnerstag in Den Haag mit.

    Der Mann hatte am späten Mittwochabend mit einer Gruppe von Menschen vor dem Haus der künftigen Finanzministerin in Den Haag lautstark gegen Corona-Massnahmen protestiert. Die Protestaktion war live in den sozialen Netzwerken zu sehen.

    Verdächtige nach Bedrohung festgenommen

    Die Polizei erkannte ihn auf den Videos und nahm ihn dann fest. Die linksliberale Politikerin, die am Montag als Ministerin vereidigt werden soll, ist zurzeit zu Hause in Quarantäne. Sie erstattete Anzeige. Politiker vieler Parteien reagierten auf den Vorfall empört und voller Abscheu.

    Sigrid Kaag
    Sigrid Kaag. - ANP/AFP

    Der Verdächtige soll nach Medienberichten bereits zuvor wegen der Bedrohung des Gesundheitsministers festgenommen worden sein. Es ist ein 29 Jahre alter bekannter Aktivist gegen die Corona-Massnahmen aus Amsterdam.

    Regelmässige Bedrohungen für niederländische Politiker

    Zuvor war in Duizel im Süden des Landes bereits ein 52 Jahre alter Mann unter dem Verdacht festgenommen worden, Ministerpräsident Mark Rutte wiederholt mit dem Tode gedroht zu haben. Niederländische Politiker werden seit Beginn der Pandemie nach Angaben der Staatsanwaltschaft regelmässig bedroht.

    Mark Rutte
    Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte. - dpa

    Auch Journalisten werden immer häufiger bedroht. Im vergangenen Jahr meldeten sie mehr als doppelt so viele Vorfälle wie im Vorjahr. Dazu gehörten auch 73 körperliche Gewalttaten, teilte die Meldestelle mit, die gemeinsam von Gewerkschaft, Staatsanwaltschaft und dem Verband der Chefredakteure errichtet wurde.

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