Macron schlägt G7-Treffen mit Russland und Dänemark vor

Keystone-SDA
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Bern,

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat US-Präsident Donald Trump ein Treffen der G7-Staaten mit Russland und Dänemark am Donnerstag in Paris vorgeschlagen. Das geht aus privaten Textnachrichten zwischen Macron und Trump hervor, die der US-Präsident auf der Plattform Truth Social teilte. Der Élysée-Palast bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Echtheit der Nachrichten.

ARCHIV - Der französische Präsident Emmanuel Macron. Foto: Philippe Magoni/Pool AP/dpa
ARCHIV - Der französische Präsident Emmanuel Macron. Foto: Philippe Magoni/Pool AP/dpa - Keystone/Pool AP/Philippe Magoni

Am Dienstagvormittag hatte Trump auf seinem Online-Sprachrohr Bilder veröffentlicht, die Textnachrichten von Macron zeigen sollen. Darin regt Macron ein Treffen der grossen westlichen Industrienationen in Paris nach dem Ende des Weltwirtschaftsforums in Davos an. Hinzustossen sollen demnach nach seiner Ansicht auch Vertreter der Ukraine, Dänemarks, Syriens und Russlands.

Trump wird am Mittwoch in dem Schweizer Alpenort erwartet, wo er am selben Tag eine Rede halten wird. Aus den Nachrichten geht auch hervor, dass Macron Trump zu einem Abendessen in Paris eingeladen hat, bevor dieser zurück nach Washington fliegt.

Russland war von 1998 Mitglied der Gruppe westlicher Industrienationen, die in der Zeit G8 hiess. Nach der Annexion der Krim im Jahr 2014 wurde Russland ausgeschlossen und die Gruppe hiess wieder G7. Mit dabei sind neben den USA, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Kanada sowie Japan und Deutschland.

Wie es aus Macrons Umfeld hiess, sei Frankreich entschlossen, seinen diesjährigen G7-Vorsitz zu einem nützlichen Beitrag zum Dialog und zur Zusammenarbeit zu machen. Betont wurden Konflikte, bei denen Frankreich mit den USA an einem Strang ziehen. In Syrien arbeite Frankreich gemeinsam mit den Amerikanern für die Einheit und territoriale Integrität Syriens und die Einhaltung des Waffenstillstands und bleibe seinen Verbündeten im Kampf gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» treu. Im Iran fordere Frankreich von den iranischen Behörden die Achtung der Grundfreiheiten und stehe denen zur Seite, die diese verteidigten.

Macron merkte in den privaten Textnachrichten an Trump an, dass Frankreich und die Vereinigten Staaten «völlig im Einklang» mit Blick auf den weiteren Kurs in Syrien seien. Zudem könnten sie «grossartige Dinge» im Iran erreichen.

Zugleich moniert Macron in den veröffentlichten Nachrichten, er verstehe nicht, was Trump mit Blick auf Grönland im Schilde führe. Der US-Präsident will Dänemark dazu bringen, den USA die Arktisinsel zu verkaufen. Deutschland, Frankreich und weitere Staaten hatten daraufhin als Zeichen der Solidarität mit Dänemark Soldaten zu einer Erkundungsmission nach Grönland geschickt. Der Republikaner kündigte dann am Samstag an, ab dem 1. Februar Strafzölle auf Waren aus Deutschland und anderen europäischen Nato-Ländern zu verhängen. Damit will er den Widerstand gegen einen Verkauf Grönlands an die USA brechen.

Zum Grönland-Konflikt hiess es aus Macrons Umfeld, dass die Achtung der Souveränität und territorialen Integrität der Staaten für Frankreich nicht verhandelbar sei und Frankreichs Engagement als Nato-Verbündeter für die Sicherheit in der Arktis unverändert bleibe.

Kurz zuvor hatte Trump mit Blick auf den Grönland-Konflikt ein Treffen der beteiligten Parteien in Davos angekündigt. Den avisierten Gesprächen sei ein Telefonat mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte vorangegangen, schrieb er auf Truth Social. Wer konkret an dem Treffen teilnehmen wird, liess der Republikaner offen. Die Gespräche dürften am Rande des Weltwirtschaftsforums stattfinden.

Trump veröffentlichte zudem auch eine private Nachricht, die ihm Nato-Generalsekretär Mark Rutte mit Blick auf die Gespräche in Davos geschrieben hatte. In dieser hiess es: «Herr Präsident, lieber Donald – was Du in Syrien erreicht hast, ist unglaublich. Ich werde meine Medienauftritte in Davos nutzen, um Deine Arbeit dort, in Gaza und in der Ukraine hervorzuheben. Ich bin entschlossen, in der Grönland-Frage einen Weg nach vorn zu finden. Ich kann es kaum erwarten, dich zu sehen. Dein Mark.» Eine Bündnissprecherin bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Nachricht authentisch ist.

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