Leo XIV. beklagt Ausbeutung durch «Despoten»

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    Angola,

    Auf seiner Afrika-Reise hat Papst Leo XIV. in Angola eine gerechtere Verteilung der natürlichen Reichtümer des Kontinents verlangt.

    Papst Leo XIV. in Saurimo, Angola. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa
    Papst Leo XIV. in Saurimo, Angola. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa - Keystone/AP/Andrew Medichini

    «Wir sehen heute, dass viele Sehnsüchte von Gewalttätern zunichtegemacht, von Despoten ausgenutzt und von Reichtum getäuscht werden», sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche bei einer Messe mit etwa 60.000 Teilnehmern in der Grossstadt Saurimo. Ungerechtigkeit verderbe jedoch die Herzen. Leo fügte hinzu: «Wir sind nicht geboren, um Sklaven zu werden.»

    Die 520.000-Einwohner-Stadt in Angolas Landesinnerem gehört zu den Zentren der Diamantenindustrie des südwestafrikanischen Staates. Im jahrzehntelangen Bürgerkrieg nach der Unabhängigkeit von Portugal 1975 wurden mit den Einnahmen aus dem Diamanten- und Ölgeschäft die verschiedenen Armeen und bewaffneten Gruppen finanziert. Bis heute leidet die Bevölkerung unter den Spätfolgen. Die Unterschiede zwischen Arm und Reich sind weiterhin enorm.

    In seiner Predigt ging der Papst nicht näher darauf ein, wen er mit dem Begriff «Despoten» meint. Auf der dritten Station seiner Afrika-Reise hatte das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken zuvor schon eine Ausbeutung des Kontinents durch ausländische Mächte und internationale Konzerne kritisiert.

    Angola ist reich an Rohstoffen wie Erdöl und Gas. Von den 37 Millionen Einwohnern leben aber trotzdem viele in Armut. Mehr als 90 Prozent der Bevölkerung sind christlichen Glaubens – und davon etwa die Hälfte Katholiken.

    Am Dienstag reist der Papst nach Äquatorialguinea weiter, der letzten Station seiner elftägigen Reise. Afrika gehört zu den Weltregionen, in denen die katholische Kirche wächst. Aktuell leben dort etwa 290 Millionen Katholiken – mehr als in Europa. Nach Prognosen könnten es zum Ende dieses Jahrhunderts mehr als 700 Millionen sein.

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    Kommentare

    User #1421 (nicht angemeldet)

    Ich denke, seine Worte haben bei uns wenig Gewicht.

    User #2782 (nicht angemeldet)

    Denke, dass der Vatikan bald viele Milliarden wegen der Ausbeutung von Kindern in den USA zahlen muss. Die Kath. Kirche ist bis anhin sehr "günstig" davongekommen... Denke bei der politischen Äusserung des Papstes kann sich dies schnell ändern!

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