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    Korruptionsvorwurf: Interne Untersuchung im EU-Parlament angekündigt

    AFP
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    Frankreich,

    Nach Bekanntwerden des Korruptionsskandals im EU-Parlament hat deren Präsidentin Roberta Metsola eine interne Untersuchung angekündigt.

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    EU-Parlamentspräsidentin Metsola am Montag vor dem Parlament in Strassburg - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Roberta Metsola, Präsidentin des EU-Parlaments, hat eine interne Untersuchung angekündigt.
    • Im Zuge der Untersuchungen sei eine Reform der Parlamentsarbeit anzustreben.
    • Vier Personen wurden am Sonntag von den belgischen Behörden in Untersuchungshaft genommen.

    Der Fall sei gleichbedeutend mit einem «Angriff auf die europäische Demokratie», sagte Metsola am Montag in Strassburg. Sie empfinde angesichts des Vorgangs «Wut, Ärger und Traurigkeit». Es werde aber keine Straffreiheit geben.

    «Nichts wird unter den Teppich gekehrt», sagte Metsola. Es werde eine interne Untersuchung geben, «die alle mit dem Parlament zusammenhängenden Vorgänge untersucht». Im Zuge der Untersuchungen sei eine Reform der Parlamentsarbeit anzustreben, sagte die Präsidentin.

    «Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche und Korruption»

    Die griechische Vizepräsidentin des Parlaments, Eva Kaili, sowie drei weitere Verdächtige wurden am Sonntag von den belgischen Behörden in Untersuchungshaft genommen. Ihnen wird «Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche und Korruption» vorgeworfen.

    Eva Kaili EU
    Eva Kaili wurde wegen Korruptionsvorwürfen festgenommen. - EUROPEAN PARLIAMENT/AFP

    Katar soll mit beträchtlichen Geldsummen und Geschenken versucht haben, Entscheidungen des Europaparlaments zu beeinflussen. In Katar findet derzeit die Fussball-Weltmeisterschaft statt. In dem Zusammenhang hat es massive Anschuldigungen wegen Menschenrechtsverstössen in dem Golfstaat gegeben.

    Metsola gab weiter bekannt, dass die Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten über Visa-Erleichterungen für Bürger aus Katar nun ausgesetzt seien. «In Anbetracht der Ermittlungen» müsse der Bericht über die Visa-Erleichterungen an den zuständigen Ausschuss im EU-Parlament zurückverwiesen werden, sagte sie. Eigentlich wollte Metsola am Montag den formellen Beginn der Verhandlungen bekannt geben.

    Der zuständige Ausschuss im Parlament sowie die Mitgliedsländer hatten sich bereits grundsätzlich dafür ausgesprochen, dass sich Bürger aus Katar und Kuwait bis zu 90 Tage lang ohne Visum in der EU aufhalten dürfen. Nun fehlte für den Start der Verhandlungen die formelle Ankündigung im Plenarsaal, die nun ausgesetzt wurde.

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