Hamas

Katar verteidigt Hamas-Kontakte und verweist auf USA und Israel

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Katars Premierminister weist Vorwürfe, die Hamas finanziert zu haben, zurück. Vielmehr seien alle Gelder für Gaza durch die USA und Israel genehmigt worden.

Katar Premier al thani
Katars Aussen- und Premierminster Mohammed bin Abdulrahman Al Thani weist Vorwürfe zurück, sein Land habe die Hamas finanziert. (Archivbild) - keystone

Katar hat seine Kontakte zur islamistischen Hamas verteidigt. «Diese Kommunikation hat zu Waffenruhen geführt, zur Freilassung von Geiseln, zu einer Linderung des Leids für die Menschen» im Gazastreifen, sagte Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani in Doha.

Die Beziehungen Katars zur Hamas hätten 2012 begonnen auf Gesuch der USA, sagte er beim Doha Forum, einer jährlich stattfinden diplomatischen Konferenz.

Katar beheimatet seit 2012 das politische Auslandsbüro der Hamas. Die USA sollen seinerzeit laut Berichten auf diese Vereinbarung gedrängt haben – unter Duldung Israels. Die Idee soll dabei auch gewesen sein, über den Vermittler Katar besser mit der Hamas-Führung verhandeln zu können, als wenn diese etwa im Iran unterkommt.

Hilfe und Einfluss

Die USA haben in vergangenen Jahrzehnten immer wieder auf Katar als Vermittler gesetzt in Konflikten mit der Hamas oder auch mit den Taliban in Afghanistan. Die Darstellung, dass Katar die Hamas finanziert habe, wies der Regierungschef heute zurück.

«Die Hilfe und die Finanzierung, die den Vorwürfen zufolge zur Hamas floss, ging nach Gaza zum Volk unter einem sehr transparenten Prozess.» Die USA hätten davon gewusst und Israel habe diese Zahlungen selbst ermöglicht, sagte er.

Katar hat den Gazastreifen jahrelang finanziert, unter anderem mit Geldern für Treibstoff, den Wiederaufbau, Gehälter im öffentlichen Dienst und zur Unterstützung von Menschen in Armut. Neben der humanitären Hilfe und Entwicklungshilfe ging es dem Emirat aber auch darum, diplomatischen Einfluss zu gewinnen und islamistische Bewegungen in der Region zu stärken.

Zahlungen explizit genehmigt

Die «New York Times» hatte nach dem Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 berichtet, dass diese Zahlungen faktisch auch dabei halfen, die Macht der Hamas zu erhalten und zu festigen.

Diese Zahlungen in Milliardenhöhe seien von Israel explizit genehmigt und unterstützt worden, mit dem Ziel, Gaza zu stabilisieren und die Hamas ruhigzustellen.

In einem Bericht des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet hiess es in diesem Jahr, der Transfer katarischer Gelder und deren Weiterleitung an den militärischen Hamas-Flügel und dessen Kräfteaufbau gehörten zu den Schlüsselfaktoren, die es der Terrororganisation ermöglichten, den Angriff vom 7. Oktober 2023 vorzubereiten. Katar bestreitet dies.

Kommentare

User #4307 (nicht angemeldet)

Mainz wiie's singt und lacht..

User #4828 (nicht angemeldet)

Nehmen die Emiraten auch Asylbewerber auf, welche sich in einer Notlage befinden?

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